In der Nacht zum 28. Juni erlebte die ukrainische Hauptstadt einen massiven Raketenangriff, bei dem sowohl Wohnviertel als auch Industrieobjekte beschädigt wurden. Zu den Geschädigten gehörte eines der wichtigsten Pharmounternehmen des Landes – „Darnytsia'.

Über die Beschädigung des Unternehmens informierte Kateryna Zagoriy, Mitglied des strategischen Rates der Firma. In ihrer Mitteilung betonte sie, dass derzeit keine Details zum Vorfall offengelegt werden. Dies geschieht aus Sicherheitsgründen und solange die zuständigen Behörden ihre Arbeit am Tatort nicht abgeschlossen haben.

Situation im Werk und Status des Personals

Trotz des Treffers ist keine kritische Situation für das Unternehmen entstanden. Laut Vertretern von „Darnytsia' gab es keine Todesopfer oder Verletzten unter den Mitarbeitern. Ein wichtiger Faktor ist, dass das Werk seinen Betrieb fortsetzt. Das bedeutet, dass trotz der Schäden die Produktionskapazitäten nicht vollständig zerstört wurden und das Unternehmen weiterhin in der Lage ist, den Markt mit Medikamenten zu versorgen.

Art des Angriffs und Folgen in Kiew

Der Angriff auf Kiew in der Nacht zum 28. Juni war Teil eines großangelegten Schlags gegen die Ukraine. Russische Truppen setzten Seezielflugkörper und ballistische Raketen sowie 142 Kampfdrohnen ein. Das ukrainische Luftabwehrsystem schlug die meisten Ziele ab, jedoch konnten Treffer auf dem Stadtgebiet der Hauptstadt nicht verhindert werden.

Insbesondere im Darnyzkyj-Rajon von Kiew, wo sich das Unternehmen befindet, wurden an mehreren Adressen Explosionen und Brände registriert. Als Folge des Angriffs wurde eine Person verletzt. Das Feuer griff nicht nur Industrieobjekte, sondern auch Wohngebiete an: Es wurden Brände in der Nähe von Wohnhäusern sowie auf dem Gelände einer Autowerkstatt (Kfz-Werkstatt) und in einem Nichtwohngebäude festgestellt.

Insgesamt wurden in der Nacht ein Rakentreffer und 14 Kampfdrohnen an 11 Orten registriert. Darüber hinaus fielen Trümmer abgeschossener Ziele auf 13 verschiedenen Flächen, was zusätzliche Risiken für die Infrastruktur und die Bevölkerung schuf.