In der Nacht erlebte die ukrainische Hauptstadt einen massiven Schlag. Die russischen Besatzer führten eine Serie von Raketenangriffen auf Kiew durch, was zu Zerstörungen, Bränden und menschlichen Opfern führte. Laut dem Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, und dem Leiter der Militärverwaltung der Stadt Kiew, Timur Tkachenko, bleibt die Lage in der Stadt angespannt.

Plötzlicher Angriff und Folgen

Der Angriff begann um 03:39 Uhr. Er überraschte die Stadt: Weder das Kommando der Nationalgarde noch die Luftstreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine oder Überwachungskanäle hatten vorab vor der Gefahr gewarnt. Der Alarm für einen Luftangriff ertönte erst einige Minuten später, nachdem die ersten drei Explosionen stattgefunden hatten.

Der Alarm dauerte fast eineinhalb Stunden. Bisher sind sechs Verletzte bekannt. Drei von ihnen wurden ins Krankenhaus eingeliefert, den anderen wurde vor Ort medizinische Hilfe geleistet. In verschiedenen Stadtteilen von Kiew werden Gebäudeschäden und Brände registriert.

Probleme mit der Luftabwehr und dem Abschuss von Raketen

In letzter Zeit haben die Besatzer die Angriffe mit ballistischen und Marschflugkörpern auf die Hauptstadt erheblich verstärkt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor erklärt, dass einer der Gründe dafür ein akuter Mangel an Raketen für Luftabwehrsysteme sei, die in der Lage sind, ballistische Raketen abzufangen.

Aufgrund des Mangels an Munition wurden die Patriot-Systeme vom automatischen auf den manuellen Betriebsmodus umgestellt. Dies verringert die Effektivität der Verteidigung erheblich. So konnte die ukrainische Luftabwehr während des Angriffs am 8. Juli keine einzige ballistische Rakete abschießen, da keine Munition verfügbar war.

Die Situation mit Marschflugkörpern sieht anders aus: Sie werden in 90 % der Fälle abgefangen, und hier gibt es praktisch keine Probleme mit der Munition.

Internationale Hilfe und Aussichten

Trotz der schwierigen Situation gibt es positive Signale von den Verbündeten. Der US-Präsident Donald Trump erklärte, dass Washington der Ukraine erlauben werde, Raketen für Patriot-Systeme selbst herzustellen. Nach seinen Worten sei dies eine technologisch komplexe Aufgabe, aber die Ukraine werde sie meistern.

Zusätzlich hat Kanada der Ukraine ein großes Paket an Luftabwehrmitteln übergeben. In naher Zukunft wird die Lieferung zusätzlicher Verteidigungsmittel erwartet, was dazu beitragen sollte, den Schutz des Himmels über Kiew und anderen Städten zu verstärken.