Die Nacht zum 15. Juni wurde für die ukrainische Hauptstadt zu einer Zeit neuer Eskalation. Russische Truppen führten erneut einen kombinierten Beschuss von Kiew durch, bei dem sowohl Drohnen als auch ballistische Raketen eingesetzt wurden. Die Folgen der Attacke waren weitreichend: Ein erheblicher Teil der Stadt blieb ohne Strom, und im historischen Zentrum wurden Brände registriert.
Massenstromausfälle
Laut offiziellen Daten, die RBC-Ukraine unter Berufung auf den Telegram-Kanal des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko zitiert, wurden infolge der Attacke Stromleitungen beschädigt. Dies führte zu massiven Unterbrechungen der Stromversorgung.
Besonders betroffen waren die nördlichen Stadtteile der Hauptstadt. Nach Angaben des Bürgermeisters blieben 140.000 Kunden ohne Strom. Insgesamt waren nach vorläufigen Schätzungen mehr als 100.000 Einwohner der Stadt von den Ausfällen betroffen. Die Energieversorger arbeiten bereits an der Beseitigung der Schäden und der Wiederherstellung der Stromversorgung.
Verlauf der Attacke: Von Drohnen bis zur Ballistik
Die Aggression gegen die ukrainische Hauptstadt begann bereits am Abend. Die russischen Besatzer versuchten, Kiew mit unbemannten Fluggeräten anzugreifen. Der Hauptschlag erfolgte jedoch in den Nachtstunden. In der Nacht zum 15. Juni feuerte der Gegner mehrere Salven ballistischer Raketen auf die Stadt ab.
In der Stadt waren mächtige Explosionen zu hören, die das Eintreffen der Geschosse begleiteten. Der kombinierte Charakter der Attacke, der divergierende Drohnenangriffe und hochpräzise ballistische Raketen verband, ermöglichte es dem Feind, der kritischen Infrastruktur Schaden zuzufügen.
Brände in der Stadt und Bedrohung für Kulturgüter
Die Folgen des Raketenangriffs zeigten sich nicht nur in Form dunkler Fenster in den Wohnungen. In Kiew wurden Brände in mehreren Gebäuden registriert. Besondere Besorgnis erregt die Situation auf dem Gelände der Kiewer Höhlenkloster-Lavra – eines der wichtigsten geistigen und kulturellen Zentren der Ukraine, das auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht.
Auf dem Gelände des Klosters brach in einem Gebäude Feuer aus. Die Lage bleibt angespannt, während die Feuerwehren mit der Brandbekämpfung beschäftigt sind. Der Schaden, der dem historischen Erbe zugefügt wurde, könnte unersetzlich sein.