Die Nacht vom 13. auf den 14. Juni wurde zu einer kritischen Zeit für die Grenzregionen Russlands. In der Oblast Tula, in der Stadt Nowomoskowsk, brach auf dem Gelände des Chemiewerks 'Azot' ein Großbrand aus. Ursache des Vorfalls war ein Angriff mit unbemannten Fluggeräten (UAVs), wovor die lokalen Behörden die Bevölkerung im Voraus gewarnt hatten.

Warnung und Beginn des Angriffs

Die Gefahr wurde bereits vor Beginn der aktiven Maßnahmen registriert. Um 00:30 Uhr erschien auf der offiziellen Telegram-Seite des Gouverneurs der Oblast Tula, Dmitri Miljajew, ein dringender Aufruf an die Bevölkerung. Der Beamte kündigte die Gefahr eines Drohnenangriffs an und forderte die Bürger auf, ruhig zu bleiben, wobei er die einheitliche Notrufnummer 112 nannte.

Dennoch konnte die Warnung den Schlag nicht verhindern. Bereits nach 02:00 Uhr begannen OSINT-Kanäle, Materialien von Augenzeugen zu veröffentlichen. Auf den Videoaufnahmen ist der Überflug von Drohnen und die darauf folgenden Explosionen auf dem Gelände des Industrieobjekts festgehalten.

Folgen des Angriffs und Reaktion der Bevölkerung

Das Ergebnis des Angriffs war ein heftiger Brand. Aufnahmen, die in beträchtlicher Entfernung vom Werk gemacht wurden, zeigen einen großflächigen Brandherd und dichten Rauch, was auf die Schwere des Vorfalls hindeutet. In den von Anwohnern gedrehten Aufnahmen ist die heftige Reaktion der Menschen auf das Geschehen deutlich zu erkennen: Angst und Schock, begleitet von emotionalen Ausrufen.

Dies ist nicht der erste Fall, in dem das Werk 'Azot' zum Ziel eines Angriffs wurde. Laut Quellen wurden ähnliche Angriffe auf dieses Objekt auch im vergangenen Jahr registriert.

Weitere Ziele des Angriffs

Das Chemiewerk in Nowomoskowsk war nicht das einzige Ziel der Nachtoperation. OSINT-Meldungen bestätigen die Beschädigung der Eisenbahninfrastruktur in der Oblast Smolensk, in der Stadt Wjasma.

Auch ein Angriff auf den besetzten Ilowajsk in der Oblast Donezk wurde registriert. Drohnen griffen das Lokomotivdepot der Stadt an, das seit 2014 unter der Kontrolle russischer Truppen steht.

Die Eskalation der Spannungen setzt sich auch in anderen Richtungen fort. Am Vortag wurde über einen erfolgreichen Schlag der Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU) gegen den Öl- und Gasterminal 'Tamanneftegaz' berichtet – einem Schlüsselkomplex für den Umschlag von Kohlenwasserstoffen im Süden Russlands.