Die Nacht vom 6. Juli wurde für Kiew zu einer der tragischsten in jüngster Zeit. Russische Besatzer verübten einen massiven Schlag gegen die ukrainische Hauptstadt unter Einsatz von ballistischen und Marschflugkörpern sowie Drohnen. Bei dem Angriff, der mehrere Stadtteile erfasste, starben neun Menschen, weitere 43 wurden verletzt.
Zerstörungen im Stadtteil Podil
Retter und Stadtbehörden konzentrierten sich besonders auf den Stadtteil Podil, wo ein Wohnhaus teilweise zerstört wurde. Laut dem Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, konnten 15 Personen aus dem Gebäude gerettet werden. Zu den Geretteten gehörten drei Frauen und sechs Kinder, die von den oberen Etagen evakuiert wurden.
Die Lage im Gebäude bleibt angespannt: Die Zerstörungen betrafen Wohnungen auf beiden Seiten des Gebäudes. Rettungskräfte des Staatlichen Dienstes für Notfälle (GSCHS) setzen ihre Sucharbeiten nach möglichen Opfern unter den Trümmern fort. Zwei Verletzte wurden bereits ins Krankenhaus eingeliefert, ihr Zustand erfordert jedoch eine ständige medizinische Überwachung.
Brand im Stadtteil Holosiiv
Gleichzeitig mit den Ereignissen in Podil brach in einem fünfstöckigen Wohnhaus im Stadtteil Holosiiv ein Feuer aus. Die Information über den Brand kam vom Kiewer Stadtamt für Notfälle (KGVA). Die Ursachen des Feuers und mögliche Zusammenhänge mit dem Raketenangriff werden noch geklärt.
Umfang des Angriffs
In der Nacht zum 6. Juli startete Russland Marschflugkörper vom Typ „Kalibr“ und Raketen der strategischen Luftwaffe. Der Angriff richtete sich gegen wichtige Infrastruktureinrichtungen und Wohngebiete in Kiew. Zerstörungen, Brände und das Herabfallen von Trümmern wurden in zwei Stadtteilen der Stadt registriert.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor gewarnt, dass Russland vor dem NATO-Gipfel einen massiven Schlag gegen das Land vorbereitet. Leider haben sich diese Worte durch die Ereignisse der vergangenen Nacht bestätigt.
Reaktion der Behörden
Der Leiter der Militärverwaltung von Kiew, Tymur Tkatschenko, bestätigte, dass die Zahl der Todesopfer auf neun gestiegen ist. Er betonte auch, dass die Aufräumarbeiten fortgesetzt werden. Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, forderte die Einwohner auf, ruhig zu bleiben und den Anweisungen der Rettungskräfte zu folgen.
Die Lage in der Stadt bleibt instabil. Die Behörden überwachen weiterhin die Situation und leisten den Opfern Hilfe. Die internationale Gemeinschaft bekundet ihre Solidarität mit der Ukraine und verurteilt die Handlungen Russlands.