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title: "Quantenrevolution im Orbit: NASA aktualisiert die Cold Atom Lab auf der ISS"
description: "Die NASA hat das aktualisierte Quantenlabor Cold Atom Lab auf der ISS gestartet 🚀. Unter Schwerelosigkeit können Wissenschaftler erstmals den „fünften Aggregatzustand der Materie“ – das Bose-Einstein-Kondensat – viel länger erzeugen und untersuchen als auf der Erde 🌌. Dieses Update ebnet den Weg zur „Quantenrevolution 2.0“ und überpräzisen Messungen im Weltraum ⚛️."
date: 2026-06-30T15:16:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/nasa-aktualisiert-die-quantenlabor-cold-atom-lab-auf-der-iss
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publisher: "XAB.info"
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# Quantenrevolution im Orbit: NASA aktualisiert die Cold Atom Lab auf der ISS

![Astronaut arbeitet mit Ausrüstung der Cold Atom Lab an Bord der ISS](https://xab.info/media/2026/06/30/nasa-obnovila-kvantovuyu-laboratoriyu-cold-atom-lab-na-mks/nasa-obnovila-kvantovuyu-laboratoriyu-cold-atom-lab-na-mks-1.webp)

An Bord der Internationalen Raumstation (ISS) wurde erfolgreich eine aktualisierte Version des Quantenlabors Cold Atom Lab (CAL) in Betrieb genommen. Dieses Ereignis eröffnet ein neues Kapitel in der Erforschung der Materie und bietet Wissenschaftlern die einzigartige Möglichkeit, Experimente durchzuführen, die unter irdischen Bedingungen technisch nicht reproduzierbar sind.

### Der fünfte Aggregatzustand der Materie in der Schwerelosigkeit

Hauptaufgabe des Labors ist die Kühlung von Atomen chemischer Elemente auf extrem niedrige Temperaturen, die unter -237 °C liegen. Unter solchen Bedingungen verlieren die Teilchen fast vollständig ihre kinetische Bewegungsenergie und verbinden sich zu einer einzigen Struktur, bekannt als Bose-Einstein-Kondensat (BEC).

Dieses physikalische Phänomen wird als fünfter Aggregatzustand der Materie bezeichnet, der auf Festkörper, Flüssigkeiten, Gase und Plasma folgt. Im Zustand des Kondensats beginnen große Atomwolken sich wie eine einzige riesige Quantenwelle zu verhalten und unterliegen den Gesetzen der Quantenmechanik.

### Technologie zur Erzeugung einer Quantenwolke

Der Start des Experiments stellt eine komplexe Abfolge von Aktionen dar, die höchste Präzision erfordert:

    - **Erzeugung von Gas:** Spezielle Metallstreifen aus Rubidium oder Kalium werden auf Temperaturen von etwa 400 °C erhitzt, wodurch ein dichtes Gas innerhalb einer Vakuumkammer entsteht.

    - **Laserabbremsung:** Laserstrahlen einer spezifischen Frequenz wirken auf die Gaswolke ein, verlangsamen die Bewegung der Atome und senken deren Temperatur drastisch.

    - **Magnetfalle:** Die vom Magnetfeld eingefangenen Atome durchlaufen die letzten Kühlphasen, bis die Wolke fast in völliger Ruhe erstarrt.

Der entscheidende Vorteil der orbitalen Lage liegt in der Abwesenheit von Schwerkraft. Auf der Erde zerstört die Gravitation schnell die Stabilität der zerbrechlichen Quantenwolken, während Wissenschaftler im Weltraum das Verhalten von Materiewellen viel länger beobachten können. Dies ermöglicht überpräzise Messungen von Zeit, Gravitationsschwankungen und räumlicher Bewegung.

### Vierte Modernisierung und „Quantenrevolution 2.0“

Die aktuelle Aktualisierung des wissenschaftlichen Moduls stellt bereits die vierte Modernisierungsstufe des Systems seit seinem Start im Orbit im Jahr 2018 dar. Die neue Ausrüstung wurde mit einer kommerziellen Frachtmission zur ISS gebracht.

Ingenieure haben wesentliche Änderungen an der Konstruktion vorgenommen:

    - Die Magnetfalle wurde vollständig neu gestaltet, was es den Forschern ermöglichte, die Form der Quantengaswolken zu verändern.

    - Es wurden verbesserte Metallquellen installiert, um stabilere Gasumgebungen zu erzeugen.

Gegenwärtig nutzen fünf internationale Forschungsgruppen die Möglichkeiten des Labors. Der aktualisierte Komplex wird als Testgelände für Technologien der nächsten Generation dienen – der sogenannten „Quantenrevolution 2.0“, die die direkte Manipulation großer Quantenzustände vorsieht.

Die Steuerung aller Prozesse des Cold Atom Lab erfolgt ferngesteuert durch Spezialisten des Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Kalifornien, was ein hohes Maß an Automatisierung und Kontrolle über die komplexesten physikalischen Prozesse im Orbit demonstriert.