Die Menschheit setzt ihre intensiven Vorbereitungen für die Rückkehr zum natürlichen Erdsatelliten und die anschließende Erkundung des Mars fort. Groß angelegte Weltraummissionen werden jedoch mit enormen Herausforderungen konfrontiert sein, darunter tödliche Strahlung, extreme Temperaturschwankungen, tiefes Vakuum und abrasiver Mondstaub. Unter diesen rauen Bedingungen werden Astronauten zuverlässige Unterstützung benötigen, die fortschrittliche Robotersysteme und humanoide Androiden bieten können.

Das iMETRO-Testgelände und der Roboter Valkyrie

Gestützt auf jahrelange Betriebserfahrung mit Projekten wie Robonaut 2 haben Ingenieure des Johnson Space Center den fortschrittlichen Humanoiden Valkyrie für den Einsatz auf außerirdischen Basen eingesetzt. In der speziell errichteten iMETRO-Testanlage replizieren Spezialisten sorgfältig die Bedingungen der Mond- und Marsoberfläche. Hier werden sowohl Hardware als auch komplexe Software getestet, damit sich Roboter an die unvorhersehbare Umgebung anpassen können, ohne schwere Raumanzüge tragen zu müssen oder auf ständige Sauerstoff- und Wasserversorgung angewiesen zu sein.

Lösung der Signalverzögerung und Autonomie

Eines der größten technologischen Hindernisse bei der Steuerung von Geräten auf dem Mond und Mars bleibt die physikalische Funksignalverzögerung, die von einigen Sekunden bis zu über zwanzig Minuten reicht. Um diese Barriere zu überwinden, implementieren Entwickler semi-autonome Algorithmen. Bei jüngsten Tests ermöglichte eine Software der Firma PickNik einem Roboterarm, autonom eine Raumschiffluke zu finden, den Riegel zu drehen, die schwere Tür zu öffnen und Fracht zu bewegen. Der Operator gibt nun nur noch einen allgemeinen Befehl vor, während die feine Motorik vom Roboter selbstständig ausgeführt wird.

Ein neuer Ansatz für die Planung außerirdischer Basen

Die Integration humanoider Roboter in zukünftige Expeditionen verändert grundlegend die Philosophie bei der Entwicklung von Raumflugmodulen und Infrastruktur. Ingenieure berücksichtigen die Bedürfnisse metallischer Helfer bereits in der Planungsphase: zukünftige Wohn- und Technikkomplexe werden mit großen Handläufen, kontrastierenden Markierungen und spezieller Beleuchtung ausgestattet, um die Bedienung sowohl für Menschen als auch für Roboter zu erleichtern.