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title: "NATO-Generalsekretär: Europa und Kanada erhöhen die Militärausgaben um 258 Milliarden Dollar"
description: "NATO-Generalsekretär Mark Rutte kündigte eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben der Verbündeten um 258 Mrd. Dollar an. Deutschland plant, das Militärbudget bis 2029 auf 5 % des BIP zu verdoppeln, um auf die Kritik von Trump zu reagieren. 🇩🇪🇺🇸🛡️"
date: 2026-07-07T01:34:00.000Z
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# NATO-Generalsekretär: Europa und Kanada erhöhen die Militärausgaben um 258 Milliarden Dollar

![Deutscher Soldat auf einem gepanzerten Fahrzeug in Winterbedingungen, Symbol für die Erhöhung der NATO-Militärausgaben](https://xab.info/media/2026/07/07/nato-rutte-germaniya-voennye-raskhody-ankara/nato-rutte-germaniya-voennye-raskhody-ankara-1.webp)

Am Vorabend des NATO-Gipfels in Ankara hat der Generalsekretär des Bündnisses, Mark Rutte, weitreichende Pläne zur Stärkung des Verteidigungspotenzials der westlichen Länder vorgestellt. Demnach beabsichtigen die Verbündeten – die europäischen Staaten und Kanada –, ihre Ausgaben für die Verteidigung um 258 Milliarden Dollar zu erhöhen. Diese zusätzlichen Mittel sollen für die Finanzierung in den Jahren 2025 und 2026 bereitgestellt werden.

### Reaktion auf Kritik aus Washington

Die angekündigte Budgeterhöhung erfolgt vor dem Hintergrund einer harten Rhetorik seitens des US-Präsidenten Donald Trump. Der Staatschef der USA hat die Bündnispartner wiederholt dafür kritisiert, ihre eigene Sicherheit unzureichend zu finanzieren, und einige Kennzahlen als „lächerlich' bezeichnet. Rutte äußerte die Zuversicht, dass die neuen Pläne es Europa und Kanada ermöglichen werden, die USA beim Niveau der Investitionen in die Verteidigung einzuholen.

„Die Beweise, die wir in den Ausgaben zwischen den europäischen Verbündeten und Kanada sehen, sind beeindruckend', betonte der NATO-Chef und forderte die Staats- und Regierungschefs auf, „klare, konkrete und überzeugende Pläne' für die weitere Finanzierung vorzulegen.

### Deutschland: Ambitionierter Plan zur Verdopplung des Budgets

Besonderes Augenmerk in diesen Plänen liegt auf Berlin. Bundeskanzler Friedrich Merz, der bestrebt ist, den Ruf Deutschlands in den Augen Washingtons zu verbessern, hat bereits ein Gespräch mit Donald Trump geführt, in dem er erklärte, dass der US-Präsident mit veralteten Daten operiere. Berlin plant eine aggressive Steigerung der Militärausgaben: Deutschland strebt an, bis 2029 einen Anteil von 5 % des BIP zu erreichen, was die zuvor vom Bündnis festgelegten Standardzeiträume deutlich übertrifft.

Den genehmigten Plänen zufolge wird das Verteidigungsbudget Deutschlands bis 2027 um 30 % steigen und fast 110 Milliarden Euro betragen. Merz versicherte den Journalisten, dass das Land die Ausgaben für die Armee innerhalb von nur vier Jahren verdoppeln werde.

„Dies sind die größten Anstrengungen, die wir je unternommen haben, um unsere Verteidigungsfähigkeit zu stärken. In dieser Hinsicht haben wir keinen Grund, uns von jemandem abzuwenden', erklärte der Kanzler.

### Agenda des Gipfels in Ankara

Hauptziel von Merz auf dem bevorstehenden Gipfel ist es, ein klares Signal zu senden, dass Europa zum dominierenden Akteur innerhalb der NATO werden muss, was seiner Ansicht nach dazu beitragen wird, den transatlantischen Charakter des Bündnisses zu bewahren. Vom 7. bis 8. Juli werden sich in Ankara die Staats- und Regierungschefs der Teilnehmerstaaten versammeln. Die Anwesenheit des US-Präsidenten Donald Trump wird erwartet, der zudem mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj zusammentreffen wird.

Dennoch bleiben trotz der lautstarken Versprechen zum Budget die organisatorischen Fragen des Gipfels komplex. Es wird berichtet, dass die NATO-Länder den Text einer gemeinsamen Erklärung bisher nicht vereinbaren konnten. Hauptstreitpunkt sind Uneinigkeiten hinsichtlich der Fristen und des Umfangs der militärischen Hilfe für die Ukraine.