Der Weltbasketball trauert um eine große Legende: Der US-amerikanische Sportler Bob Pettit ist im Alter von 93 Jahren verstorben. Als Inhaber des allerersten MVP-Titels in der Geschichte der NBA und Ligameister hinterlässt er ein herausragendes Vermächtnis, das den Sport über Jahrzehnte hinweg geprägt hat. Das Ableben des ehemaligen Spielers am 24. September 2026 wurde von seiner Alma Mater, der LSU, bekannt gegeben und kurz darauf von den offiziellen Kanälen der Liga bestätigt.

Sportlicher Werdegang und historische Rekorde

Bob Pettit verbrachte seine gesamte elfjährige Profikarriere in der Organisation der Hawks, zunächst in Milwaukee und später in St. Louis. Während seiner aktiven Zeit wurde er durchgehend zum NBA All-Star ernannt. Der Höhepunkt seiner Mannschaftserfolge war das Jahr 1958, als Pettit sein Team zum einzigen NBA-Meistertitel der Franchise-Geschichte führte, indem er die mächtigen Boston Celtics bezwang. Im sechsten Spiel dieser entscheidenden Finalserie stellte der legendäre Forward mit 50 Punkten einen Rekord für die Ewigkeit auf.

Widersprüchliche Daten

Während offizielle NBA-Statistiken und die große Mehrheit der Fachmedien Bob Pettit übereinstimmend als Gewinner der allererste MVP-Auszeichnung der Ligageschichte ansehen, tauchen in einigen retrospektiven Berichten gelegentlich Diskussionen über die Berechnungsmethodik individueller Auszeichnungen aus den Anfangsjahren der Association auf. Dennoch bleibt der historische Status des Sportlers als Pionier der Liga ein absoluter und unbestreitbarer Fakt: Er knackte als Erster die Marke von 20 000 Karrierepunkten und wurde viermal zum MVP des All-Star-Spiels gewählt.

Vermächtnis und Leben nach dem Sport

Nach dem Ende seiner aktiven Karriere im Jahr 1965 mit herausragenden statistischen Werten von durchschnittlich 26,4 Punkten und 16,2 Rebounds pro Spiel widmete sich Pettit der Finanzbranche. Er kehrte in seine Heimatstadt Baton Rouge zurück, wo er erfolgreich im Bankwesen und in der Finanzberatung tätig war. Seine Trikotnummer 9 wird von den Hawks nie mehr vergeben, und vor der Arena der LSU erinnert eine Bronzestatue an seine Verdienste.