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title: "Design der neuen 2000-Hrywnja-Banknote wird geändert: NBU erklärt die Entscheidung nach Kritik aus der Gemeinschaft"
description: "Die NBU wird das Design der neuen 2.000-Hrywnja-Banknote nach Kritik von Designern ändern. Die Regulierungsbehörde erklärte, dass sie keine Assoziationen mit „russischen Schatten“ auf der Banknote mit dem Porträt von Wasylyj Stus zulassen werde. 🇺🇦💸"
date: 2026-07-15T10:58:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/nbu-anderung-schriftart-banknote-2000-hrywnja-de
tags: [nbu, vasyl-stus, ukraine-economy, bogdan-gdal]
publisher: "XAB.info"
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# Design der neuen 2000-Hrywnja-Banknote wird geändert: NBU erklärt die Entscheidung nach Kritik aus der Gemeinschaft

![Mitarbeiter der NBU zeigt einen 2000-Hrywnja-Schein mit dem Architekten Wolodymyr Zasyadko, dessen Design Kritik erfuhr und überarbeitet wird](https://xab.info/media/2026/07/15/nbu-smenit-shrift-banknoty-2000-griven/nbu-smenit-shrift-banknoty-2000-griven-1.webp)

Die Nationalbank der Ukraine hat beschlossen, die Typografie der neuen Banknote im Nennwert von 2.000 Hrywnja zu ändern. Diese Entscheidung wurde nach scharfer Kritik seitens der ukrainischen Designergemeinschaft getroffen, die in der Nennwert-Inschrift eine stilistische Ähnlichkeit mit einer Schriftart russischen Ursprungs erkannte.

### Assoziationen mit dem „Aggressorstaat“

Die Regulierungsbehörde gab zu, dass zwar aus juristischer Sicht keine Verstöße vorlagen, der bloße Umstand jedoch, dass das Design mit der Arbeit einer Staatsbürgerin des Aggressorstaats in Verbindung gebracht wird, inakzeptabel ist. Der Vorsitzende der NBU, Andrij Pyšnyj, betonte, dass das Porträt des Dichters Wasylyj Stus das Gewissen der Nation sei und die Banknote einwandfrei sein müsse.

„Wir werden keine grafologischen Diskussionen führen – die Nationalbank hat eine Lizenz und es gibt hier keine juristischen Fragen. Aber für uns gibt es Fragen des Werts. Wenn die Inschrift auf der Banknote mit Stus mit der Arbeit einer Staatsbürgerin des Aggressorstaats in Verbindung gebracht wird, reicht bereits der bloße Umstand einer solchen Assoziation. Keine russischen Schatten auf einer Banknote mit dem Dichter, den Russland ermordet hat“, erklärte Andrij Pyšnyj.

### Technische Details und Widerlegungen

Die NBU teilte mit, dass sie die Anmerkungen der Designer analysiert habe, die auf die Ähnlichkeit mit einer inoffiziellen kyrillischen Adaption einer Schriftart russischen Ursprungs hingewiesen hatten. Die Bank betonte, dass bei der Erstellung der Banknote keine fremden Schriftartenpakete verwendet wurden. Die Künstler der Nationalbank arbeiten in einer speziellen geschützten Softwareumgebung, in der alle grafischen Elemente manuell auf der Grundlage lizenzierter Schriftarten gezeichnet und anschließend vom Künstler weiterentwickelt werden.

Trotzdem wurde die Entscheidung getroffen: Die Nennwert-Inschrift wird gemäß der offiziellen kyrillischen Version der Schriftart Bickham Script ohne eigene Variationen ausgeführt.

### Die Geschichte des Konflikts mit Schriftarten

Einer der Designer, die öffentlich auf das Problem aufmerksam machten, war Bohdan Hdal. Er erinnerte daran, dass ähnliche Vorwürfe bereits 2019 nach der Ausgabe der Banknote im Nennwert von 1.000 Hrywnja erhoben wurden. Laut Hdal wandten sie sich damals zusammen mit dem Schriftgestalter Andrij Schewtschenko an das Unternehmen Adobe mit einer Anfrage zum Ursprung der kyrillischen Version der Schriftart.

Adobe teilte mit, dass es bis 2016 keine offizielle kyrillische Version von Bickham Script gab und die Lizenz es Dritten nicht erlaubt, modifizierte Versionen der Schriftart zu erstellen und zu verbreiten. Nach der Situation mit der 1.000-Hrywnja-Banknote erklärte die Nationalbank, die Informationen zu überprüfen und einen Wettbewerb für das Banknotendesign durchzuführen, um ähnliche Situationen in Zukunft zu vermeiden.

### Zeitplan für die Ausgabe unverändert

Die Nationalbank stellte fest, dass die Banknote noch nicht in die Produktion gegangen ist, sodass die Änderung des Designs den Zeitplan für ihre Ausgabe nicht beeinträchtigen wird. Die neue Banknote wird wie geplant am 4. September 2026 in Umlauf gebracht.