---
title: "NBU verlängert Zahlungsfristen für Agrarexporte auf 150 Tage wegen Störungen in der Seelogistik"
description: "Die Nationalbank der Ukraine hat die maximalen Zahlungsfristen für den Export von Getreide und Ölsaaten vorübergehend von 120 auf 150 Tage erhöht. Die Entscheidung wurde vor dem Hintergrund von Angriffen auf die Hafeninfrastruktur getroffen und trat am 26. August 2026 in Kraft."
date: 2026-08-26T15:34:01.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/nbu-verlaengert-zahlungsfristen-agrarexport-auf-150-tage
tags: [nbu, agriculture-export, grain, ukraine, currency-regulation, logistics, oilseeds]
publisher: "XAB.info"
---

# NBU verlängert Zahlungsfristen für Agrarexporte auf 150 Tage wegen Störungen in der Seelogistik

![Beladung von Getreide-Agroprodukten in einen Eisenbahnwagen auf einem Exportterminal vor dem Hintergrund von Logistikstörungen](https://xab.info/media/2026/08/26/nbu-prod-sroki-raschetov-eksport-agroprodukcii-do-150-dney/nbu-prod-sroki-raschetov-eksport-agroprodukcii-do-150-dney-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Die NBU hat die maximalen Zahlungsfristen für den Export von Getreide und Ölsaaten von 120 auf 150 Tage erhöht (Beschluss Nr. 97 vom 25.08.2026).
- Die Maßnahme gilt für Geschäfte vom 1. Juli 2026 bis 31. August 2027 und betrifft die KN-Codes 1001–1005, 1201, 1205, 1206 00, 1507, 1512, 1514, 2306.
- Ursache waren die Angriffe auf die Hafeninfrastruktur im Juli 2026 und die Umleitung von Frachten über alternative Routen.
- Die Entscheidung wurde nach Konsultationen mit dem Agrarministerium und auf Grundlage der Kabinettsanordnung Nr. 833-r vom 21.08.2026 getroffen.

Die Nationalbank der Ukraine (NBU) hat die maximalen Zahlungsfristen für Exportgeschäfte bestimmter Agrarprodukte vorübergehend von 120 auf 150 Tage erhöht. Der entsprechende Beschluss des NBU-Präsidiums Nr. 97 wurde am 25. August 2026 gebilligt und trat am 26. August in Kraft. Die Änderungen betreffen Getreide, Ölsaaten, pflanzliche Öle und Nebenprodukte ihrer Verarbeitung – Waren, die nach den KN-Code-Kategorien 1001, 1002, 1003, 1004, 1005, 1201, 1205, 1206 00, 1507, 1512, 1514 und 2306 klassifiziert sind.

### Geltungsbereich und Chronologie

Die neue Höchstfrist gilt für Exportgeschäfte, die im Zeitraum vom 1. Juli 2026 bis einschließlich 31. August 2027 getätigt wurden. Damit hat der Regulierer den Agrarexporteuren faktisch ein fast einjähriges „Fenster“ mit erweiterten zeitlichen Rahmenbedingungen für die Abwicklung der Währungsabrechnungen eingeräumt. Die Entscheidung wurde nach Konsultationen mit dem Ministerium für Agrarpolitik und Lebensmittel sowie mit Vertretern der Agrarunternehmen getroffen und berücksichtigt die Vorschläge der Regierung, die in der Kabinettsanordnung Nr. 833-r vom 21. August 2026 dargelegt wurden.

### Ursache: Angriffe auf Häfen und Umstrukturierung der Lieferketten

Die NBU verknüpft die Notwendigkeit der Fristverlängerung ausdrücklich mit der Verschlechterung der Transportbedingungen für ukrainische Agrarprodukte. Im Juli 2026 führten russische Angriffe auf Hafeninfrastruktur und zivile Schiffe zu erheblichen Problemen in der Seelogistik. Ein Teil der Frachten musste über alternative Routen – über Landkorridore und andere Häfen – umgeleitet werden, was die Transportdauer erheblich verlängerte. Unter solchen Bedingungen reichte die zuvor vorgesehene 120-Tage-Frist für einen erheblichen Teil der Exportgeschäfte nicht mehr aus, und die Exporteure riskierten, die Anforderungen des Währungsgesetzes nicht aus eigenem Verschulden, sondern infolge höherer logistischer Umstände zu verletzen.

### Erwartungen des Regulierers und Auswirkungen auf die makrofinanzielle Stabilität

Die Nationalbank betont, dass die vorübergehende Verlängerung der Frist den ukrainischen Exporteuren helfen soll, das Risiko einer Verletzung des Währungsgesetzes aufgrund logistikbedingter Umstände zu vermeiden. Gleichzeitig erwartet der Regulierer, dass die Entscheidung keine zusätzlichen Risiken für die makrofinanzielle Stabilität des Landes schafft. Im Wesentlichen erfüllt die NBU die Rolle eines „Puffers“: Sie gibt dem Unternehmen zusätzliche Zeit für die Abwicklung der Zahlungen, ohne massenhafte Verstöße und damit verbundene Sanktionen zuzulassen, begrenzt die Maßnahme jedoch auf einen konkreten Zeithorizont und eine Liste von Warenzollcodes.

### Widersprüchliche Angaben

Bei der Überprüfung der Quellen wurde eine Diskrepanz in den Formulierungen festgestellt. Der Hauptdatensatz (RBC-Ukraine, delo.ua, ukranews.com) weist eindeutig auf die Fristverlängerung für Exportgeschäfte mit *Agrarprodukten* – Getreide, Ölsaaten und Ölen – hin. Die Veröffentlichung auf dem Portal apk-inform.com (Quellen-ID 3) erwähnt jedoch in der Schlagzeile „Geschäfte zum Export von Landtechnik“, was ein anderes Warensegment darstellt und sich wahrscheinlich auf eine separate NBU-Entscheidung bezieht oder eine Ungenauigkeit in der redaktionellen Darstellung enthält. Im Text des Beschlusses Nr. 97, auf den die übrigen Quellen verweisen, beziehen sich die KN-Codes ausschließlich auf landwirtschaftliche Erzeugnisse und nicht auf Technik. Lesern wird empfohlen, sich auf das ursprüngliche NBU-Dokument und die bestätigten Versionen von RBC-Ukraine und delo.ua zu stützen.

### Kontext für den Agrarsektor

Die Entscheidung der NBU kommt vor dem Hintergrund einer anhaltenden Transformation der Exportlogistik der Ukraine. Der Umstieg eines Teils des Frachtvolumens von Seewegen auf Landrouten verlängert nicht nur die Lieferketten, sondern erhöht auch die Transaktionskosten. In einer Situation, in der Getreide und Ölsaaten die wichtigsten Posten der Währungseinnahmen des Landes bleiben, hat die Aufrechterhaltung vorhersehbarer Regeln der Währungsregulierung für das Agrarunternehmen systemische Bedeutung. Der vorübergehende Charakter der Maßnahme (bis Ende August 2027) signalisiert, dass der Regulierer die aktuellen logistischen Schwierigkeiten als vorübergehend betrachtet, aber dennoch nicht bereit ist, deren praktische Auswirkungen auf die Arbeit der Exporteure zu ignorieren.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [NBU kommt den Landwirten entgegen: Zahlungsfristen für Exporte verlängert](https://www.rbc.ua/ukr/news/nbu-pishov-nazustrich-agrariyam-stroki-rozrahunkiv-1787757800.html) - Подтверждает увеличение сроков со 120 до 150 дней, коды УКТ ВЭД, период действия, номер постановления и причину (логистика).
- [NBU verlängert Zahlungsfristen für Agrarexporte auf 150 Tage](https://delo.ua/ru/news/nbu-uvelicil-sroki-rascetov-za-eksport-agroprodukcii-do-150-dnei-471391/) - Совпадает по всем ключевым фактам: 150 дней, коды, даты, постановление №97, распоряжение Кабмина №833-р.
- [NBU erweitert die Grenzfristen für Geschäfte zum Export von Landtechnik](https://www.apk-inform.com/ru/news/1553270) - Заголовок упоминает «сельхозтехнику», что не соответствует товарным кодам в постановлении №97 (зерно, масличные). Вероятна редактическая неточность или ссылка на иное решение.
- [NBU erhöht die maximalen Zahlungsfristen für bestimmte Exportgeschäfte](https://ukranews.com/news/1157314-nbu-uvelichivaet-predelnye-sroki-raschetov-dlya-nekotoryh-eksportnyh-operatsij) - Подтверждает факт увеличения сроков и связь с логистическими проблемами.

## ❓ FAQ

### Q: Welche genaue Zahlungsfrist hat die NBU festgelegt und für welche Waren?
**A:** Die NBU hat die maximale Zahlungsfrist für Exporte von 120 auf 150 Tage erhöht. Die Maßnahme betrifft Getreide (KN-Codes 1001–1005), Ölsaaten (1201, 1205, 1206 00), pflanzliche Öle (1507, 1512, 1514) und Nebenprodukte ihrer Verarbeitung (2306).

### Q: Für welchen Zeitraum gilt die neue Regelung?
**A:** Die neue Höchstfrist gilt für Exportgeschäfte, die vom 1. Juli 2026 bis einschließlich 31. August 2027 getätigt wurden. Der Beschluss trat am 26. August 2026 in Kraft.

### Q: Warum hat die NBU diese Entscheidung getroffen?
**A:** Ursache waren die Angriffe auf die Hafeninfrastruktur und zivile Schiffe im Juli 2026, infolge derer ein Teil der Frachten über alternative Routen transportiert werden musste. Dies verlängerte die Transportzeit, und die bisherigen 120 Tage reichten nicht mehr für die Abwicklung der Zahlungen aus.

### Q: Ist diese Entscheidung für die Wirtschaft riskant?
**A:** Die NBU erklärt, dass die vorübergehende Verlängerung der Frist keine zusätzlichen Risiken für die makrofinanzielle Stabilität schafft. Die Maßnahme ist zeitlich und nach Warenliste begrenzt und dient dem Schutz der Exporteure vor Verstößen gegen das Währungsgesetz aus Umständen, die außerhalb ihres Einflussbereichs liegen.