Im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen entbrannte eine Debatte um den Vorfall in Rumänien. Der Ständige Vertreter Russlands bei der internationalen Organisation, Wassili Nebensja, hat offiziell die Version eines Absturzes einer russischen Drohne auf ein Wohnhaus in der Stadt Galați in Frage gestellt. Der Diplomat kritisierte die offizielle Darstellung der Ereignisse und erklärte, dass die Folgen des Einschlags nicht mit der angegebenen Waffentyp übereinstimmen.

Zweifel an der offiziellen Version

Nebensja kommentierte den Angriff, der in der Nacht vom 28. auf den 29. Mai stattfand, als eine der Drohnen die Grenze überschritt und in das Dach eines Mehrfamilienhauses krachte. Laut dem russischen Vertreter wären die Zerstörungen bei einem tatsächlichen Treffer einer Drohne dieser Klasse weit umfangreicher gewesen.

„Wenn eine solche Drohne tatsächlich in das Dach eines Gebäudes getroffen hätte, wären die Folgen nicht auf den von rumänischen Medien gezeigten Brand beschränkt gewesen', erklärte Nebensja. Er betonte, dass bei einem Einschlag dieser Kaliber das Dach des Hauses vollständig zerstört worden wäre und nicht nur beschädigt.

Chronologie und Folgen des Vorfalls

Die von der rumänischen Seite dargelegten Fakten sehen anders aus. Infolge des Einschlags brach in einer Wohnung im 10. Stock eines Hochhauses ein Feuer aus. Die Rettungskräfte konnten den Brand schnell löschen, jedoch wurden zwei Personen verletzt, die vor Ort medizinisch versorgt wurden.

Das rumänische Verteidigungsministerium bestätigte offiziell, dass eine russische Drohne des Typs „Geran-2“ in den Wohnkomplex in Galați eingeschlagen ist. Der Vorfall ereignete sich während einer weiteren Serie von Angriffen auf das Hoheitsgebiet der Ukraine.

Position Moskaus

Die Reaktion der russischen Seite auf den Vorfall durchlief mehrere Phasen. Zunächst bestritt Russland vollständig, dass eine eigene Drohne abgestürzt sei. Später wurde in Moskau die Version aufgestellt, dass es sich um eine ukrainische Drohne handeln könnte. Nun hat Wassili Nebensja bei der UN die Version eines russischen Ursprungs des Angriffs argumentativ widerlegt, indem er sich auf den Umfang der physischen Schäden stützte.