Am 13. August 2026 ereignete sich ein unangenehmer Vorfall in der Geschichte der ukrainischen Leichtathletik bei der Europameisterschaft. Arthur Felfner, einer der großen Favoriten der ukrainischen Nationalmannschaft im Speerwurf, schaffte es nicht, die Qualifikationshürde zu überwinden. Trotz einer hervorragenden Form zu Beginn der Saison und überzeugender Ergebnisse bei den Wettkämpfen der Diamond League konnte der ukrainische Athlet nicht in die Finalrunde der Kontinentalmeisterschaft vordringen.
Sensationeller Einbruch und Statistik des Scheiterns
Die Wettkämpfe in der ersten Qualifikationsgruppe verliefen für Felfner dramatisch. Um ins Finale zu kommen, musste der Athlet entweder die Qualifikationsnorm von 82 Metern erfüllen oder sich unter den zwölf besten Athleten platzieren. Der Ukrainer zeigte jedoch ein untypisch schwaches Ergebnis. Der erste Versuch wurde als Fehlversuch gewertet, beim zweiten warf er den Speer auf 75,91 Meter und beim dritten Versuch konnte er das Ergebnis nur auf 76,37 Meter verbessern.
Dieser Wert war das schlechteste Ergebnis für Felfner in der laufenden Saison. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Athlet eine erstaunliche Stabilität gezeigt und bei vier aufeinanderfolgenden Starts konsequent die Marke von 80 Metern überschritten. Beim Diamond-League-Wettkampf in Doha stellte er sogar sein drittbester Karriereergebnis mit 83,62 Metern auf. Bei der Europameisterschaft belegte er hingegen nur den 13. Platz in seiner Untergruppe und verpasste den Einzug ins Finale gegen den Tschechen Jan Vyška um 46 Zentimeter.
Reaktion des Athleten und Gründe für das Scheitern
Unmittelbar nach dem Ende der Wettkämpfe gab Arthur Felfner dem Sender „Suspilne Sport“ ein offenes Interview, in dem er zugab, dass er derzeit keine logischen Erklärungen für diesen Einbruch bei großen internationalen Veranstaltungen finden kann. Der amtierende ukrainischer Meister merkte an, dass die Vorbereitung und sein innerer Zustand vor dem Start keine Anzeichen für ein Scheitern erkennen ließen.
„Um ehrlich zu sein, habe ich mich natürlich auf den ersten Versuch eingestellt. Aber bis zum Schluss glaubte ich, dass ich genau über 79 Meter werfen kann. Ich weiß es nicht. Aus irgendeinem Grund bin ich sicher, dass ich beim nächsten Start anreisen werde und dort alles gut laufen wird. Ich weiß nicht, warum es bei solchen Meisterschaften genau so ist“, so Felfner. Der Athlet wies auch die Theorie zurück, er sei im Juni zu früh in seine Topform gekommen.
Zukünftige Pläne und Kalender
Gleichzeitig stellte Felfner seine weitere Teilnahme am nächsten Wettkampf der Diamond League, der für den 21. August geplant ist, in Frage. Nach Angaben des Athleten sollte die Leistung bei der Europameisterschaft entscheidend für die Gestaltung seines weiteren Kalenders sein. Bisher bleiben seine Pläne aufgrund der psychologischen Verfassung und der Notwendigkeit einer Überarbeitung der Trainingsstrategie ungewiss.
Während Felfner Schwierigkeiten hatte, gewann der amtierende Vize-Europameister aus Deutschland, Julian Weber, die erste Gruppe mit einem kräftigen Wurf von 84,02 Metern und bestätigte seinen Status als einer der stärksten Speerwerfer der Welt.