Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat offiziell bestätigt, dass die israelischen Streitkräfte die Militäroperationen gegen den Iran eingestellt haben. Die Erklärung erfolgte vor dem Hintergrund des Abschlusses eines massiven Austausch von Schlägen zwischen den beiden Staaten, der am Abend des 7. Juni begann.
Grund für die Einstellung der Kampfhandlungen
Laut dem Regierungschef wurde die Entscheidung zum Waffenstillstand nicht freiwillig getroffen, sondern aufgrund einer Veränderung der taktischen Lage. Netanjahu betonte, dass Teheran seine Angriffe eingestellt hat, nachdem Israel Militärobjekte und wirtschaftliche Einrichtungen des iranischen Regimes getroffen hatte.
„Derzeit ist das Feuer in dieser Richtung erloschen, da der terroristische Regime in Teheran nach dem Schlag gegen ihn aufgehört hat, uns anzugreifen“, erklärte der Politiker unter Verweis auf die Wirksamkeit der durchgeführten Operation.
Gefahr einer neuen Eskalation
Trotz der aktuellen Ruhe schloss Netanjahu eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen nicht aus. Er machte deutlich, dass Israel bereit ist, bei einer Wiederholung der Aggression seitens des Irans sofort und hart zu reagieren.
Der Regierungschef berührte auch die Situation im Süden des Libanon. Nach seinen Worten werden die Militäroperationen gegen die Infrastruktur der Hisbollah fortgesetzt. Die Hauptaufgabe bleibt die Zerstörung terroristischer Objekte in der Sicherheitszone, einschließlich groß angelegter unterirdischer Anlagen im Bofer-Gebirge.
„Eine neue Spielregel“
Netanjahu kritisierte scharf die Versuche des Irans und der libanesischen Hisbollah, das Kräfteverhältnis in der Region zu verändern. Er nannte die Strategie des Gegners inakzeptabel, der, so der Ministerpräsident, auf die Passivität Israels bei Angriffen aus dem Libanon und dem Iran gerechnet hatte.
„Sie dachten, sie könnten Israel aus dem Libanon und dem Iran angreifen, und wir würden nichts tun. Das ist nicht geschehen und wird auch nicht geschehen. Solange ich dieses Amt bekleide“, erklärte Netanjahu und betonte seine persönliche Verantwortung für die Sicherheit des Landes.
Beziehungen zu den USA
Besonderes Gewicht legte der Ministerpräsident in seiner Rede auf den Dialog mit der US-Regierung. Er teilte mit, dass er seine Botschaft an Präsident Donald Trump übermittelt und das Recht Israels auf Selbstverteidigung bestätigt hat.
„Ich sage dies Ihnen, liebe Bürger Israels, genauso wie ich es in meinen guten Gesprächen mit meinem Freund, Präsident Trump, sage“, betonte Netanjahu. Bemerkenswert ist, dass die israelischen Behörden zuvor die Aufforderung von Donald Trump, von einem Gegenschlag gegen den Iran abzusehen, faktisch ignoriert und beschlossen hatten, eigenständig zur Verteidigung ihrer Interessen zu handeln.