Das London Film Festival, das in diesem Jahr vom 7. bis 18. Oktober 2026 stattfindet, versammelt traditionell ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm. Es umfasst Projekte verschiedenster Genres — von tiefgründiger Science-Fiction und märchenhaften Komödien bis hin zu packenden Kriminalgeschichten und berührenden biografischen Dramen. Die hochkarätige Besetzung ist beeindruckend: Jenna Ortega, Scarlett Johansson, Penelope Cruz, Andrew Scott und viele weitere gefeierte Filmstars sind auf der Leinwand zu sehen.

Fiktive Welten und Familiendramen von Taika Waititi

Eines der mesterwarteten Projekte des Festivals ist der Film von Regisseur Taika Waititi, basierend auf dem berühmten Roman des Nobelpreisträgers Kazuo Ishiguro. Im Zentrum der Handlung steht Clara, eine künstliche Freundin, die entwickelt wurde, um Menschen über Einsamkeit hinwegzuhelfen. Gespielt wird sie von Jenna Ortega. Die Protagonistin gerät in die Familie des schwer kranken Mädchens Josie (Mia Tharia) und versucht, sie und ihre Mutter (gespielt von Amy Adams) zu unterstützen. Die Festivalvorführungen sind für Mitte Oktober angesetzt.

New Yorker Verbrecherchroniken und Star-Duos

Nicht minder faszinierend ist der Kriminalthriller von James Gray, der im New York der 1980er Jahre spielt. Der Ingenieur Irwin (Miles Teller) nimmt einen gut bezahlten Job an, den ihm sein Bruder — ein ehemaliger Polizist, gespielt von Adam Driver — vermittelt. Das vermeintlich lukrative Geschäft erweist sich jedoch als lebensgefährlich, da die Brüder in die Machenschaften der russischen Mafia verwickelt werden. Auch Scarlett Johansson gehört zum Cast, während die Geschichte familiäre Bindungen im Angesicht von Geld und Gewalt beleuchtet.

Psychologische Herausforderungen und Autorenkino

Unter den Festivalbeiträgen sticht das neue Werk von Florian Zeller hervor, das Penelope Cruz und Javier Bardem vor der Kamera vereint. Ein Paar, das seit 17 Jahren verheiratet ist, sieht sein Leben erschüttert, als der Mann den umstrittenen Auftrag annimmt, einen Luxusbunker für einen Technologie-Milliardär zu bauen. Das Psychodrama behandelt Themen wie Privilegien, Begierden und Paranoia, mit Nebendarstellern wie Stephen Graham, Paul Dano und Patrick Schwarzenegger.

Musikalische Geschichten und biografische Motive

Biopics und musikalische Werke nehmen einen wichtigen Platz im Programm ein. So präsentierte Tony Gilroy einen Film über den talentierten Cellisten Alex, gespielt von Pedro Pascal. Nach einer Reihe von Romanzen kommt er nach Los Angeles und arbeitet als Studiomusiker. Die musikalische Untermalung ist zentral und wurde von einem Team aus neun Komponisten gestaltet.