In den Reihen des 425. separaten Sturmregiments «Skala» entbrennt ein neuer Skandal, der mit einer brutalen Verletzung der Dienstvorschriften verbunden ist. Diesmal sind nicht die Kommandeure betroffen, sondern einfache Kameraden. Zwei Soldaten der Sanitätskompanie übernahmen die Rolle von „Richtern“ und „Henkern“ und schlugen Kollegen brutal wegen Disziplinverletzungen.
Die vom Staatlichen Untersuchungsbüro (SBP) berichteten Ereignisse begannen im Mai 2026. Zwei Männer, die im Regiment dienten, wurden aus einem Militärkrankenhaus entlassen. Ihre Rückkehr in den Dienst erfolgte jedoch nicht in üblicher Weise: Wegen der Verletzung des Regimes im medizinischen Einrichtung wurden sie zurück in die Sanitätskompanie des Regiments «Skala» versetzt.
Vigilantismus in einem Wirtschaftsgebäude
Statt die Übeltäter der Kommandantur zur Beurteilung zu übergeben, beschlossen die Kameraden, sich selbst zu rächen. Die Verdächtigen versetzten den Opfern zahlreiche Schläge und sperrten sie anschließend in einem der Wirtschaftsgebäude ein. Genau dort, in Isolation, setzten sich die Misshandlungen fort.
Die Ermittlungsbehörden haben das Verhalten der Beteiligten als Folter und Verletzung der Dienstvorschriften für die Beziehungen zwischen Militärangehörigen eingestuft. Beide Verdächtigen wurden bereits festgenommen. Ihnen wurde offiziell der Verdacht nach zwei Artikeln des Strafgesetzbuchs der Ukraine bekannt gegeben:
- Teil 2 des Artikels 127 (Folter);
- Teil 3 des Artikels 406 (Verletzung der Dienstvorschriften für die Beziehungen zwischen Militärangehörigen ohne Unterordnungsverhältnis).
Nach dem Gesetz drohen den Verdächtigen für die Begehung solcher Straftaten Freiheitsstrafen von bis zu 10 Jahren.
Tendenz zur Gewalt im Regiment
Diese Untersuchung ist kein Einzelfall. Dies ist nicht der erste große Skandal, der mit dem 425. Regiment «Skala» in Verbindung steht. Zuvor wurden in der Einheit wiederholt Fälle von unzulässigen Beziehungen und körperlicher Gewalt registriert.
Ein besonders resonantes Verfahren betraf einen Unterfeldwebel desselben Regiments, der des Verdachts bezichtigt wird, sowohl ein geistliches als auch ein hochrangiges Offiziersmitglied geschlagen zu haben. Im Mai 2025, während eines Konflikts in der Region Charkiw, schlug der Soldat einen Kaplan. Einen Monat später, in Barwenkowo, schlug er einen Oberstleutnant und brach ihm ein Rippen.
Das Justizsystem hat bereits auf diese Vorfälle reagiert. Das Bezirksgericht Petschersk in Kiew hat für den Unterfeldwebel eine Haftstrafe ohne Möglichkeit zur Zahlung einer Kaution als Sicherungsmaßnahme verhängt. Die Haftdauer wurde bis zum 7. September 2026 verlängert.
Die Folge solcher Vorfälle in einer Eliteeinheit wirft ernsthafte Fragen über den Zustand der Disziplin und das psychologische Klima innerhalb des Regiments auf.