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title: "Neue Mobilisierungswelle und Angriffsszenario aus dem Norden: Die Pläne des Kremls für die kommenden Monate"
description: "Der Kreml erwägt ein Angriffsszenario gegen die Ukraine aus dem Norden und bereitet eine neue Mobilisierungswelle von 100.000 Personen vor. Selenskyj warnte vor den Risiken, während Experten die aktuellen russischen Streitkräfte als unzureichend für einen Vollangriff einschätzen. 🇺🇦🚩"
date: 2026-06-01T05:52:00.000Z
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publisher: "XAB.info"
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# Neue Mobilisierungswelle und Angriffsszenario aus dem Norden: Die Pläne des Kremls für die kommenden Monate

![Russische Soldaten in Winteruniform stehen im Aufmarsch vor einem Hintergrund aus Herbstbäumen und symbolisieren die Bereitschaft für eine neue Welle der Mobilisierung und ein Szenario eines nordischen Angriffs](https://xab.info/media/2026/06/01/novaya-volna-mobilizacii-i-scenariy-udara-s-severa-plany-kremlya/novaya-volna-mobilizacii-i-scenariy-udara-s-severa-plany-kremlya-1.webp)

Die Lage an der Front in der Oblast Donezk bleibt angespannt, doch die russischen Behörden erwägen bereits alternative Szenarien für die Kriegsführung. Quellen zufolge untersucht der Kreml die Möglichkeit, eine neue Angriffsfront zu eröffnen – im Norden der Ukraine unter Nutzung des Territoriums von Belarus oder der russischen Oblast Brjansk.

### Ziele für den Sommer und Verschiebung der Fristen

Hauptstrategisches Ziel Moskaus bleibt weiterhin die Eroberung der Agglomeration Kramatorsk-Konstantyniwka. Die Kontrolle über diese Region würde Wladimir Putin ermöglichen, von der vollständigen Eroberung der Oblast Donezk zu sprechen. Ursprünglich waren die russischen Versprechen zur Eroberung von Konstantyniwka, Druzhkivka, Slawjansk und Kramatorsk auf Ende des Sommers festgelegt, doch die Fristen scheinen nun auf das Jahresende verschoben worden zu sein.

Parallel zur Hauptkampflinie planen russische Streitkräfte, Druck in den Oblasten Saporischschja, Charkiw und Sumy auszuüben.

### Zunahme der Verluste und Personalmangel

Die Effektivität der russischen Offensivoperationen nimmt vor dem Hintergrund steigender Verluste ab. Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow präsentierte alarmierende Statistiken: Während die russische Armee im April 179 Soldaten pro Quadratkilometer eroberten Territoriums verlor, stieg diese Zahl im Oktober auf 67 Personen für denselben Abschnitt. Derzeitige Rekrutierungen von Vertragskriegern decken die Verluste der Besatzer kaum.

### Szenario einer neuen Mobilisierung

Aufgrund des Mangels an Personal könnte der Kreml eine neue Mobilisierungswelle vorbereiten. Präsident Wolodymyr Selenskyj, gestützt auf Geheimdienstinformationen und Ergebnisse von Besprechungen mit Militärs, berichtete über eine mögliche Einberufung von weiteren 100.000 Personen.

In Russland werden bereits erste Anzeichen für die Vorbereitung dieses Schritts registriert: Bürger erhalten häufiger mobilisierungsbezogene Anweisungen, die sie auffordern, sich bei der Erklärung einer neuen Welle ohne zusätzliche Einberufungsbefehle in den Wehrämtern zu melden.

### Gefahr aus dem Norden

Laut Quellenangaben könnte die neue Mobilisierung weniger auf die Verstärkung der Truppen im Donbass abzielen, sondern auf die Durchführung einer separaten Offensivoperation im Norden der Ukraine. Für die Vorbereitung eines solchen Szenarios benötigt die russische Armee mindestens drei Monate.

Schon im Mai hatte Wolodymyr Selenskyj vor den Risiken eines Angriffs vom Territorium Belarus' und der Oblast Brjansk gewarnt, was Kiew veranlasste, die Befestigungen im Norden des Landes zu verstärken. Nach Angaben von RBK-Ukraine sind im Grenzgebiet auf der Seite von Belarus etwa 1900 Soldaten stationiert – vier Bataillone, die ständig rotieren.

Trotzdem stellen Experten fest, dass weder aus Belarus noch aus der Oblast Brjansk eine für einen Vollangriff ausreichende Truppenkonzentration festgestellt wurde. Für die Durchführung eines echten Angriffs im Norden benötigte Moskau Hunderttausende von Soldaten.