Im August 2026 wurden die Verfahren für die Dokumentenerstellung und Grenzüberquerung für Passagiere, die internationale Reisen planen, erheblich vereinfacht. «Ukrzaliznyzja» und der Staatliche Migrationsdienst der Ukraine (SMDD) haben die Prozesse synchronisiert, sodass Daten auf Tickets sowohl auf Ukrainisch als auch auf Englisch angegeben werden können. Diese Neuerung, zusammen mit der Einführung neuer Logistikrouten, soll Reisen komfortabler und sicherer machen.

Transliteration und zulässige Fehler in Tickets

Eine der Hauptfragen für Reisende bleibt die korrekte Schreibweise von Namen und Nachnamen im Ticket. Laut neuen Regeln werden die Daten beim Kauf eines Tickets auf Ukrainisch automatisch nach den Standards des SMDD transliteriert. Dies eliminiert die Notwendigkeit einer manuellen Eingabe in lateinischen Buchstaben, was in der Vergangenheit häufig zu Fehlern führte. Experten betonen, dass geringfügige Abweichungen zwischen der Schreibweise im Ticket und im Reisepass beim Grenzkontroll keine Probleme verursachen. Darüber hinaus sind im Ticket bis zu drei Fehler im Namen und Nachnamen zulässig – das Dokument gilt dennoch als gültig, und der Passagier kann den Grenzkontroll problemlos passieren.

Direkter Transfer von Kiew zum Flughafen in Moldawien

Für Passagiere, die von Kiew nach Chișinău reisen, wurde eine neue, bequeme Option für die Weiterreise zum Flughafen Moldawiens eingeführt. Der Zug Nr. 351/352 hält nun am Bahnhof Revaca, der sich in unmittelbarer Nähe des internationalen Flughafens Chișinău befindet. Die moldawische Seite hat kostenlose Busfahrten organisiert, die die Passagiere vom Bahnhof direkt zum Terminal bringen. Die hohe Nachfrage nach dieser Route wurde nach einer erfolgreichen Testfahrt bestätigt, was die Beliebtheit der kombinierten Schienen-Straßen-Verbindung unterstreicht. Wichtig ist zu beachten, dass der Halt am Bahnhof Revaca nur in Richtung von Kiew nach Chișinău gilt.

Ablauf bei Sicherheitsbedrohungen

Angesichts anhaltender Sicherheitsbedrohungen erinnert der Verkehrsunternehmen die Passagiere an die geltenden Verhaltensregeln in Zügen. Im Falle von Konflikten oder Bedrohungen in den Wagen gilt ein klarer Reaktionsablauf. Passagiere werden aufgefordert, sich unverzüglich an den Zugbegleiter oder den Zugführer zu wenden, die verpflichtet sind, die Strafverfolgungsbehörden am nächsten Bahnhof zu rufen. Dieses Vorgehen soll den Schutz der Passagiere gewährleisten und eine schnelle Reaktion auf potenzielle Bedrohungen ermöglichen, wodurch ein hohes Sicherheitsniveau im Schienenverkehr erhalten bleibt.

Wiederherstellung von Services und Komfort

Neben logistischen und rechtlichen Neuerungen setzt «Ukrzaliznyzja» die Wiederherstellung und Entwicklung von Passagierservices fort. In Komfort-Schnellzügen sind Verkaufsautomaten mit Snacks und Getränken zurückgekehrt, was den Komfort während der Reise erheblich steigert. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, maximale Bequemlichkeit für Passagiere zu schaffen, die den Schienenverkehr für ihre Reisen sowohl innerhalb des Landes als auch im Ausland wählen.