Seit dem 26. Juni sind in der Ukraine neue Regeln für die Arbeit mit Zahlungsterminals in Kraft getreten. Die Nationale Bank des Landes hat die Anforderungen an Bargeldeinzahlungen verschärft und den Fokus auf die Stärkung der Kontrolle und Sicherheit von Finanztransaktionen gelegt.
Obligatorische Verifizierung über das Telefon
Gemäß der neuen Verordnung muss zur Bestätigung von Transaktionen zur Kontenergänzung oder Geldüberweisung über Selbstbedienungsterminals nun eine Mobiltelefonnummer angegeben werden. Das Verifizierungsverfahren ist nun zweistufig: Nach der Eingabe der Nummer wird ein Einmalpasswort übermittelt. Der Code kann sowohl per SMS als auch über einen automatisierten Telefonanruf empfangen werden.
Zudem hat sich das Format der Berichterstattung geändert. In den Quittungen, die nach solchen Vorgängen ausgestellt werden, wird nun die vollständige Mobiltelefonnummer des Zahlers angegeben. Diese Neuerung soll die Transparenz der Geldflüsse erhöhen.
Ausnahmen und Limits
Trotz der verschärften Kontrolle hat der Regulator Ausnahmen vorgesehen, die es ermöglichen, Transaktionen ohne zusätzliche Autorisierung durchzuführen. Insbesondere kann ein Mobilfunkkonto ohne Bestätigung monatlich bis zu 500 Griwna für eine Telefonnummer aufgeladen werden. Sobald dieses Limit überschritten wird, wird das Bestätigungsverfahren obligatorisch.
Kontext der Änderungen
Diese Maßnahmen treten vor dem Hintergrund einer allgemeinen Überprüfung der Finanzprozesse im Land in Kraft. Zuvor wurde berichtet, dass große Marktteilnehmer wie Monobank ebenfalls ihre Tarifstrukturen ändern. So hat die Bank beispielsweise die Gebühren für alle ausländischen SWIFT-Überweisungen sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen abgeschafft. Laut Mitbegründer der Bank Oleg Gorohovsky belief sich die Gebühr für solche Vorgänge zuvor im Durchschnitt auf etwa 1000 Griwna.