Die militärische Lage an der Front erfordert vom Kommando der Streitkräfte der Ukraine eine ständige Anpassung an sich verändernde Bedingungen. Wie bekannt wurde, bereitet das russische Kommando wesentliche Änderungen in seiner Taktik zur Anwendung von unbemannten Fluggeräten vor. Laut Angaben des Oberbefehlshabers der ukrainischen Streitkräfte, Alexander Syrsky, plant der Aggressor, den Anteil der raketengetriebenen Kampfdrohnen in seinen Angriffen zu verdoppeln.

Statistik des Luftkriegs

Die Lage am Himmel bleibt angespannt, doch die ukrainischen Streitkräfte zeigen eine hohe Effizienz bei der Abwehr von Luftbedrohungen. Laut Syrsky ist die überwiegende Mehrheit der neutralisierten Drohnen der Typen „Schahed“ und „Geran“ das Ergebnis der Arbeit ukrainischer Abfangdrohnen. Die Statistik für den Monat Mai bestätigt diese These: Allein in einem Monat wurden in drei Ebenen der Luftabwehr mehr als 3.500 feindliche UAVs abgeschossen.

Die effektivste war die zweite Verteidigungsebene. Dafür sind die Kräfte der unbemannten Systeme verantwortlich, die im Mai mehr als 1.200 Drohnen des Gegners zerstörten. Ein erheblicher Beitrag kommt auch von den Mitteln der Armee-Luftfahrt. Im selben Zeitraum zerstörten Hubschrauber mehr als 440 russische Drohnen verschiedener Typen. Das Kommando stellt fest, dass die Piloten neue Erkennungs-, Ziel- und Raketenwaffensysteme erhalten, was bereits spürbare Ergebnisse liefert.

Änderung der Strategie des Gegners

Russland erhöht nicht nur die Anzahl der eingesetzten Drohnen, sondern arbeitet auch an der Verbesserung ihrer Qualität. Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte warnte davor, dass der Gegner plant, den Anteil der raketengetriebenen Kampfdrohnen auf 50 % der Gesamtzahl der Angriffe zu erhöhen. Dies stellt die ukrainische Verteidigung vor neue Herausforderungen, die eine rechtzeitige und angemessene Reaktion erfordern.

Nach Abschluss der Besprechung über die Bekämpfung feindlicher UAVs bestimmte Alexander Syrsky die wichtigsten Aufgaben für den nächsten Zeitraum, die auf die Neutralisierung dieser Bedrohung gerichtet sind. Trotz der Aussagen der russischen Führung über „Erfolge“ und das Ende des Krieges zeugt die tatsächliche Lage an der Front von der Notwendigkeit eines harten Kampfes in der Luft.

Kontext der Kampfhandlungen

Parallel zur Eskalation im Luftraum stellen Analysten des Instituts für Kriegsstudien (ISW) fest, dass der russische Sommerfeldzug zum Scheitern verurteilt ist. Russland versucht, Lymansk nach einem Muster zu umzingeln, das 2022 verwendet wurde. Experten weisen jedoch darauf hin, dass die Startpositionen der Besatzer derzeit deutlich schlechter sind als vor einem Jahr, was den Erfolg der geplanten Operationen in Frage stellt.