Das ukrainische Verteidigungsministerium hat eine umfassende Transformation des Militärdienstsystems eingeleitet. Im Zentrum der Reform stehen neue Verträge, die klare Dienstzeiten, eine faire Bezahlung und soziale Garantien für die Verteidiger sicherstellen sollen. Ein Schlüsselelement der Änderungen ist ein neues System der materiellen Anreize, das Einmalzahlungen und Boni für Kampferfolge umfasst.

Einmalzahlungen und Unterstützung zur Gesundheitsförderung

Laut Informationen des Verteidigungsministeriums erhalten Militärangehörige, die erstmals einen Vertrag unterschreiben, eine finanzielle Unterstützung zu Beginn ihres Dienstes. Die Höhe der Einmalzahlung variiert zwischen 27.000 und 33.000 Griwna – der genaue Betrag hängt vom militärischen Rang des Wehrpflichtigen ab.

Zusätzlich wurde eine jährliche Zahlung zur Gesundheitsförderung eingeführt. Die Verteidiger können einmal im Jahr auf eine Summe von 20.000 Griwna zählen. Diese Maßnahmen sollen die Lebensqualität der Militärangehörigen und ihrer Familien verbessern sowie die Attraktivität des Vertragsdienstes erhöhen.

Drei Vertragstypen und das Prinzip „10/20/40“

Das Verteidigungsministerium führt drei Arten von Verträgen ein: Infanterie-Sturm, Kampfdienst und Basisvertrag. Das Gehalt hängt nun direkt von den ausgeführten Aufgaben und dem Gefahrenniveau ab. Bei Infanterie-Sturmdiensten kann das Einkommen bis zu 460.000 Griwna pro Monat betragen.

Die Berechnungsformel beinhaltet einen Grundbetrag von 20.000 Griwna und ein System zusätzlicher Vergütungen nach dem Prinzip „10/20/40“:

  • 10.000 Griwna – für jeden Tag an vorderen Positionen;
  • 20.000 Griwna – für die Teilnahme an Stoß- und Suchaktionen;
  • 40.000 Griwna – für die Ausführung von Aufgaben im Rahmen von Sturmoperationen.

Dieser Ansatz ermöglicht eine differenzierte Bezahlung in Abhängigkeit vom tatsächlichen Beitrag und dem Risiko, dem sich die Militärangehörigen im Kampfgebiet aussetzen.

Garantien nach dem Dienst

Eines der Schlüsselprinzipien des neuen Systems ist die Garantie einer Aussetzung der Einberufung nach Beendigung des Vertrags. Dies schafft eine langfristige Perspektive für diejenigen, die bereit sind, auf Vertragsbasis zu dienen, und verringert die Unsicherheit der Zukunft nach der Demobilisierung.

Die Premierministerin Julija Swyrydenko hat diese Änderungen zuvor angekündigt und betont, dass die neuen Verträge zu einem Instrument der Motivation und Unterstützung für diejenigen werden sollen, die das Land verteidigen. Die Reform zielt darauf ab, ein transparentes, faires und effizientes System der Bezahlung des Militärdienstes zu schaffen, das den modernen Anforderungen und Bedingungen der Kriegsführung entspricht.