Sumy wurde erneut zum Ziel eines russischen Angriffs. Durch den Einschlag von Lenkbomben kamen vier Menschen ums Leben, darunter ein Kind. Die Zahl der Verletzten stieg auf 17, drei von ihnen befinden sich in kritischem Zustand. Dies meldete der Leiter der Militärverwaltung der Oblast Sumy, Oleh Hryhorov, in seinem Telegram-Kanal.

Angriff auf belebte Orte

Laut Hryhorov führte der Feind einen weiteren zynischen Angriff durch. Zwei Lenkbomben trafen einen stark frequentierten Ort, an dem sich Zivilisten aufhielten und Fahrzeuge sowie öffentliche Verkehrsmittel verkehrten. Im Epizentrum eines der Einschläge befanden sich eine Straße und eine Haltestelle des öffentlichen Nahverkehrs.

Ein weiterer Treffer richtete sich gegen ein Infrastruktur-Objekt. Der Leiter der Oblastverwaltung betonte, dass Russland weiterhin versucht, die Lebenserhaltungssysteme der Stadt zu zerstören.

„Der Feind war sich bewusst, dass auch Zivilisten unter den Einschlägen leiden würden', so Hryhorov.

Folgen der Explosionen

Durch die Druckwelle wurden mehrstöckige Wohnhäuser in der Umgebung der Einschlagorte beschädigt. Hunderte Fenster und Balkontüren wurden zerstört. Die Aufräumarbeiten werden beginnen, sobald die Sicherheitslage dies zulässt. Hryhorov versicherte, dass allen Verletzten die notwendige Hilfe geleistet werde.

In die Krankenhäuser werden weiterhin neue Verletzte eingeliefert. Unter den Toten ist ein Kind, was für die Anwohner besonders tragisch ist und im ganzen Land Empörung auslöst.

Vorherige Angriffe auf Sumy

Zur Erinnerung: Bereits am 3. Juli führten die Russen einen massiven Angriff auf Sumy mit einer großen Anzahl von Drohnen und Lenkbomben durch. Dabei wurde eine der zentralen Straßen der Stadt getroffen; ein Hochhaus, ein Geschäft und die Straße wurden beschädigt. Drei Menschen starben, 27 wurden verletzt, darunter ein 13-jähriges Kind in kritischem Zustand.

Der Minister für digitale Transformation, Mychajlo Fedorow, erklärte nach einer Besprechung in der Oblast, dass sich die Sicherheitslage in der Region Sumy seit Juni erheblich verschlechtert habe. Russland habe den Einsatz von Drohnen vom Typ „Molniya', FPV-Drohnen mit Glasfaserübertragung, Kampfdrohnen und Lenkbomben (KAB) massiv ausgeweitet.

Sumy bleibt eines der am stärksten gefährdeten Gebiete der Ukraine, in dem regelmäßig Angriffe von russischer Seite stattfinden. Die Einwohner müssen unter ständiger Bedrohung leben, während die Behörden alles tun, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten und die zerstörte Infrastruktur wiederherzustellen.