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title: "Neuer Premier, alte Verpflichtungen: Wie der Machtwechsel in London die Unterstützung der Ukraine beeinflusst"
description: "🇬🇧🇺🇦 Der Premierwechsel in London hebt die Unterstützung der Ukraine nicht auf. Andy Burnham bekräftigte den Kurs auf eine 100-jährige Partnerschaft. 🔹 Die Ukraine ist nun ein „Geber' von Technologien für Großbritannien. 🔹 Britische Truppen in Estland sind zur Abschreckung Russlands bereit. 🔹 Streitigkeiten über 3 % des BIP für die Verteidigung werden gemeinsame Projekte nicht stoppen. #Ukraine #Großbritannien #Burnham #NATO #Verteidigung"
date: 2026-08-11T04:02:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/neuer-premier-alte-verpflichtungen-ukraine-und-grossbritannien-de
tags: [ukraine, uk, andy-burnham, keir-starmer, nato, defense, foreign-policy]
publisher: "XAB.info"
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# Neuer Premier, alte Verpflichtungen: Wie der Machtwechsel in London die Unterstützung der Ukraine beeinflusst

![Politiker in weißem Hemd und roter Krawatte diskutiert internationale Unterstützung für die Ukraine](https://xab.info/media/2026/08/11/novyy-premer-starie-obyazatelstva-ukraina-i-velikobritaniya/novyy-premer-starie-obyazatelstva-ukraina-i-velikobritaniya-1.webp)

### Machtwechsel in London: Kontinuität als Priorität

In der geopolitischen Turbulenz des Jahres 2026 wurde der Regierungswechsel im Vereinigten Königreich in Kiew genau beobachtet. Im vergangenen Monat löste Andy Burnham Keir Starmer als Premierminister ab, was berechtigte Fragen nach einer möglichen Korrektur der Außenpolitik aufwarf. Doch laut einem Interview des britischen Botschafters in der Ukraine, Neil Crompton, mit RBC-Ukraine, bleibt der strategische Kurs unverändert. London bekräftigt sein Engagement für eine 100-jährige strategische Partnerschaft, und das Schlüsselprinzip der neuen Administration ist die „Kontinuität' der Unterstützung.

Der Botschafter betonte, dass der neue britische Premierminister als erster europäischer Führer Kontakt mit Präsident Wolodymyr Selenskyj aufgenommen hat. Der Besuch des ukrainischen Staatschefs im Vereinigten Königreich unmittelbar nach der Amtseinführung Burnhams war ein starkes Signal: „Es wird keine Politik des Wandels geben, wir sind der Unterstützung der Ukraine voll und ganz verpflichtet.' Dies wird auch auf Ebene der zuständigen Ministerien bestätigt: Britische Minister für Verteidigung und Außenangelegenheiten haben bereits Arbeitstreffen mit ukrainischen Kollegen, darunter Andriy Sybyga und Verteidigungsminister Chmara, abgehalten.

### Verteidigungspartnerschaft: Vom Empfänger zum Technologie-Geber

Ein Schlüsselaspekt des Dialogs war die Veränderung der Paradigmen der Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich. Die Ukraine ist nicht mehr nur Empfänger von Hilfe, sondern hat sich zu einem vollwertigen Partner und Geber entwickelt. Neil Crompton stellte fest, dass die Fähigkeiten der ukrainischen Armee im modernen Krieg es Kiew ermöglichten, eine starke Industrie aufzubauen, die ihre eigenen Entwicklungen mit westlichen Verbündeten teilen kann.

London ist an der Schaffung langfristiger Produktionsketten interessiert. Die Idee besteht darin, dass ein Teil der Produktion von Waffen und Militärgütern auf ukrainischem Territorium und ein anderer Teil im Vereinigten Königreich stattfindet. Dies stärkt nicht nur die Verteidigungsfähigkeit Kiws, sondern integriert die ukrainische Rüstungsindustrie auch in die gesamteuropäische und britische Verteidigungsinfrastruktur und schafft eine gegenseitige Abhängigkeit, die als Sicherheitsgarantie dient.

### Britische Truppen in Estland: Abschreckung an der Ostflanke

Die Fragen der Sicherheit an der Ostflanke der NATO bleiben von kritischer Bedeutung. Botschafter Crompton bestätigte, dass das Vereinigte Königreich und andere Mitglieder des Bündnisses von Finnland bis Rumänien und der Türkei mit Sicherheitsbedrohungen konfrontiert sind. Die Hauptquelle der Bedrohung bleibt die aggressive Haltung Russlands, die als potenzielles Risiko eines Einmarsches in das Hoheitsgebiet eines NATO-Landes angesehen wird.

Britische Truppen, insbesondere die in Estland stationierten, spielen eine Schlüsselrolle bei der Abschreckung. London ist darauf eingestellt, dass diese Kräfte „alles Notwendige unter Berücksichtigung der jeweiligen Umstände tun'. Dies bedeutet die Bereitschaft zur Eskalation und eine aktive Präsenz zum Schutz der Bündnisgrenzen, was sich indirekt, aber erheblich auf die Sicherheit Osteuropas, einschließlich der Ukraine, auswirkt.

### Budget-Debatten: 3 % des BIP und Risiken für Projekte

Die Frage der Finanzierung bleibt eines der umstrittensten Themen. Der neue britische Verteidigungsminister Wes Streeting hat kürzlich die Garantie verweigert, bis 2030 3 % des BIP für die Verteidigung bereitzustellen, was Bedenken hinsichtlich gemeinsamer Projekte ausgelöst hat. Botschafter Crompton versuchte jedoch, die Partner zu beruhigen, indem er erklärte, dass die Verpflichtung, das Niveau der Ausgaben von 3 % des BIP zu erreichen, besteht und der Streit nur die Fristen der Umsetzung betrifft.

Trotzdem bleiben in der Expertenwelt Bedenken, dass die wirtschaftliche Lage im Vereinigten Königreich eine Überprüfung des Tempos der Verpflichtungserfüllung erfordern könnte. Dennoch bleibt die offizielle Position Londons fest: Die Unterstützung der Ukraine und die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit der NATO sind Prioritäten, die nicht zugunsten von Haushaltsersparnissen überdacht werden.