Das ukrainische Verteidigungsministerium hat einen neuen Basisvertrag eingeführt, der auf Fachkräfte ausgerichtet ist, die im Hinterland und auf nicht-kämpfenden Positionen arbeiten. Diese Neuerung ist Teil des umfassenden Übergangs des Landes zu einer vollständig vertraglichen Armee. Das Dokument wurde bereits auf der offiziellen Website der Behörde army.gov.ua veröffentlicht.
Für wen ist der neue Vertrag bestimmt
Das neue Dienstformat steht sowohl wehrpflichtigen Bürgern als auch aktiven Militärangehörigen zur Verfügung. Der Vertrag ist für Spezialisten konzipiert, deren Arbeit nicht mit Infanterie-Sturmkämpfen oder direkten Kampfhandlungen verbunden ist. Dies betrifft in erster Linie:
- Büroangestellte;
- Buchhalter;
- Handwerker;
- Köche;
- andere technische und administrative Fachkräfte.
Das Verteidigungsministerium betont, dass das Ziel der Reform die Schaffung einer professionellen Armee ist, die Aufgaben sowohl an der Front als auch im Hinterland effektiv erfüllen kann.
Finanzielle Bedingungen und Zahlungen
Das System der finanziellen Versorgung im neuen Vertrag basiert auf einer Kombination aus Grundgehältern und Zulagen. Der Grundlohn beträgt 20.000 Hrywnja. Für diejenigen, die Aufgaben im Hinterland erfüllen, ist eine zusätzliche Vergütung von 10.000 Hrywnja vorgesehen. Somit beträgt das minimale Gesamteinkommen eines Soldaten nach diesem Vertrag mindestens 30.000 Hrywnja pro Monat.
Der tatsächliche Betrag der Zahlungen variiert jedoch je nach mehreren Faktoren:
- Militärgrad;
- Dienstalter;
- konkreter Position;
- Erfüllung spezieller Aufgaben.
Eine wichtige Bedingung ist die Überprüfung der Zahlungen im Falle der Einbeziehung des Soldaten in Kampfhandlungen. Darüber hinaus ist bei der ersten Vertragsunterzeichnung eine Einmalzahlung vorgesehen, deren Höhe je nach Rang zwischen 27.000 und 33.000 Hrywnja variiert. Jährlich erhalten die Militärangehörigen zudem eine Gesundheitsbeihilfe in Höhe von mindestens 20.000 Hrywnja.
Aussetzung der Mobilisierung
Einer der wichtigsten Anreize des neuen Vertrags ist die garantierte Aussetzung der Mobilisierung. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit wird dem Soldaten eine Basisaussetzung von sechs Monaten garantiert. Die Behörde präzisierte, dass die Gesamtdauer der Aussetzung unter Berücksichtigung aller beim Bürger vorhandenen Gründe berechnet wird.
Digitalisierung des Prozesses
Das Verteidigungsministerium hat das Vertragsabschlussverfahren vereinfacht, indem es einen entsprechenden Service in der App „Armija+“ eingeführt hat. Jetzt können Militärangehörige Dokumente online ausstellen, ohne auf komplizierte Papierverfahren zurückgreifen zu müssen. Über die App sind folgende Funktionen verfügbar:
- Auswahl des Vertragstyps;
- Auswahl der Position und des Militäreinsatzes;
- Einreichung eines Berichts;
- Verfolgung des Status der Antragprüfung.
Für Beratungen zu den neuen Arbeitsbedingungen gibt es in der Behörde eine Hotline unter der Nummer 1519. Zuvor wurde berichtet, dass in der Ukraine drei neue Arten von Militärverträgen mit festen Dienstzeiten eingeführt wurden, die sowohl für Zivilisten als auch für bereits mobilisierte Bürger zugänglich sind.