Das Verteidigungsministerium der Ukraine hat ein grundsätzlich neues System der finanziellen Versorgung der Soldaten genehmigt. Laut Daten, die von RBK-Ukraine veröffentlicht wurden, basiert das neue Lohnmodell auf der Differenzierung von Risiken und der Komplexität der Aufgaben. Der Sold eines Soldaten setzt sich nun aus einem festen Grundgehalt von 20.000 Hrywnja und erheblichen Zulagen für die Erfüllung spezifischer Kampfaufgaben zusammen.
Drei Vertragstypen: vom Stab bis zum Schützengraben
Die Reform führt drei Kategorien von Verträgen ein, von denen jede ihre eigenen Kriterien für die Berechnung hat. Die Logik ist einfach: Je höher das Risiko und die Intensität der Kampfhandlungen, desto höher die Vergütung. Das System umfasst alle Verteidiger, einschließlich jener, die Kampfaufgaben zur Verteidigung von Positionen erfüllen, aber noch keinen neuen Vertrag abgeschlossen haben.
Es wurden folgende Kategorien eingeführt:
- Infanterie-Sturmvertrag. Bestimmt für diejenigen, die im Epizentrum der Kampfhandlungen sind: Infanteristen, Sturmsoldaten, Kampfsanitäter, Richtschützen und Fahrer-Mechaniker. Dies ist die am besten bezahlte Kategorie.
- Kampfvertrag. Berechnet für Spezialisten, deren Arbeit für den Sieg kritisch ist, aber oft außerhalb der Schusslinie stattfindet: Drohnenpiloten, Operatoren von bodengebundenen Robotersystemen (BRS), Spezialisten für elektronische Kriegsführung und Artilleristen. Die Laufzeit beträgt 24 Monate.
- Basisvertrag. Gesehen für Positionen, die nicht zu Kampfeinheiten gehören. Laufzeit — 24 Monate.
Finanzielle Bedingungen: Zahlen und Zulagen
Die bedeutendsten Änderungen betreffen die Infanterie. Das durchschnittliche Gehalt eines Infanteristen im neuen System wird 300.000 Hrywnja pro Monat betragen, wobei das Maximum bis zu 460.000 Hrywnja erreichen kann. Die Zulagen werden hier nach dem Prinzip „10/20/40“ in Abhängigkeit von der Intensität der Kämpfe berechnet.
Für Spezialisten des Kampfvertrags (Piloten, Artilleristen) ist die Mindestzahlung auf 30.000 Hrywnja festgelegt, das Maximum liegt bei 120.000 Hrywnja pro Monat. Wenn ein solcher Soldat jedoch an die erste Linie geht, werden die Zulagen nach dem Schema des Infanterievertrags berechnet.
Der Basisvertrag garantiert ein Minimum von 30.000 Hrywnja. Wenn der Soldat jedoch an Kampfhandlungen teilnimmt, in Stäben oder an Führungsstellen arbeitet, können die Zahlungen auf bis zu 120.000 Hrywnja steigen. Bei einem Einsatz an der Front wird ebenfalls die Infanterie-Zulagenskala angewendet.
Garantien im Hinterland und Kontrollsystem
Ein wichtiger Aspekt der Reform war die Frage der Bezahlung für die im Hinterland verbrachte Zeit. Wenn sich ein Soldat in Dienstreise oder im Urlaub befindet, werden 10.000 Hrywnja zum Grundgehalt hinzugefügt. So erhält der Soldat auch in Zeiten der Abwesenheit an der Front garantierte 30.000 Hrywnja pro Monat.
Zur Transparenz der Berechnungen wird ein Mission-Control-System eingeführt. Es wird ermöglichen, den tatsächlichen Aufenthaltsort des Soldaten zu einem bestimmten Zeitpunkt zu dokumentieren, was die Grundlage für die Berechnung entsprechender Zulagen bilden wird.
Die Neuerungen bestätigen zuvor angekündigte Pläne der Landesführung. Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko kündigte eine Anpassung der Gehälter je nach Aufgaben an, und Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine Alexander Syrsky versprach im Dezember 2025 eine Verdreifachung der finanziellen Versorgung und nannte ein „Minimum“ von 30.000 Hrywnja.