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title: "Neues Überhorizontradar bei Gwardeisk: Europa bereitet „Gegenmaßnahmen“ vor"
description: "Deutsche Medien berichten über den Bau eines neuen Überhorizontradars in der Oblast Kaliningrad, dessen Reichweite von der NATO auf über 3.000 km geschätzt wird. Europa bereitet Gegenmaßnahmen vor."
date: 2026-11-04T00:46:10.841Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/neues-ueberhorizontradar-gwardeisk-kaliningrad
tags: [radar, kaliningrad, nato, europe, defense, electronic-warfare]
author: "Marina Sliwenko, Alexander Buran"
publisher: "XAB.info"
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# Neues Überhorizontradar bei Gwardeisk: Europa bereitet „Gegenmaßnahmen“ vor

![Hohe Gittermasten des neuen Überhorizontradars in der Oblast Kaliningrad](https://xab.info/media/2026/11/04/radar-kaliningrad-europe/radar-kaliningrad-europe-1.webp)

## Kernpunkte

- Deutschen Medien zufolge wird bei Gwardeisk in der Oblast Kaliningrad ein neues Langstrecken-Überhorizontradar gebaut.
- Die NATO schätzt die Überwachungsreichweite des Komplexes auf über 3.000 km, was laut Bündnisberechnungen ganz Europa abdeckt.
- Das Radar ist westlichen Veröffentlichungen zufolge dazu bestimmt, ballistische Raketen, Flugzeuge und tieffliegende Ziele einschließlich Drohnen zu orten.
- Europa bereitet „Gegenmaßnahmen“ vor: Überwachungssysteme auf Offshore-Windparks in Polen sowie Aufklärungssatelliten aus Deutschland und Finnland.

Berichten deutscher Medien zufolge wächst in Europa die Besorgnis über den Bau einer neuen russischen Überhorizont-Radaranlage in der Oblast Kaliningrad. Wie in den Publikationen angemerkt wird, laufen die Arbeiten an dem Projekt derzeit, und die Installation des Komplexes ist auf von Russland kontrolliertem Gebiet geplant. Auf den den Berichten beigefügten Aufnahmen sind charakteristische hohe Gittermasten mit rot-weißer Bemalung zu sehen, die in einer Linie im offenen Gelände aufgestellt sind.

### Was bei Gwardeisk gebaut wird

Deutschen Medienberichten zufolge handelt es sich um ein System der nächsten Generation zur großflächigen Langstrecken-Radarüberwachung. Der Bau findet nach vorliegenden Informationen in der Region Gwardeisk in der Oblast Kaliningrad statt. Das russische Militär hat keine offiziellen technischen Daten des Komplexes veröffentlicht, wodurch eine Reihe seiner Parameter außerhalb der öffentlichen Zugänglichkeit bleibt.

### Wie die NATO die Fähigkeiten des Komplexes bewertet

In Ermangelung offizieller Angaben aus Moskau stützen sich westliche Strukturen auf eigene Einschätzungen. Nach vorliegenden Informationen schätzt die NATO die „Beobachtungsreichweite“ des neuen Radars auf mehr als 3.000 Kilometer, was nach Berechnungen des Bündnisses die Erfassung nahezu des gesamten europäischen Raums ermöglicht. Zuvor hatten westliche Medien berichtet, dass in der Nähe von Kaliningrad ein Container-Langstreckenradar vom Typ 29B6 stationiert werden soll, in aktuellen Veröffentlichungen wird der Komplex jedoch als System der neuen Generation beschrieben.

### Zweck und Integration in das Überwachungssystem

Deutschen Medien zufolge ist das Radarsystem dazu bestimmt, ballistische Raketen und NATO-Flugzeuge zu orten sowie elektronische Aufklärung zu betreiben. Der Komplex soll in das bereits bestehende System der elektronischen Kampfführung und Überwachung in der Oblast Kaliningrad integriert werden. Es wird erwartet, dass das russische Militär nach der Inbetriebnahme in der Lage sein wird, auch tieffliegende Ziele, einschließlich Drohnen, zu erkennen, was nach Einschätzung westlicher Quellen die Aufklärungsoperationen nahe der russischen Grenze erheblich erschweren wird.

### Europas Gegenmaßnahmen

Als Reaktion auf das Auftreten des neuen Radars hat Europa die Vorbereitung von „Gegenmaßnahmen“ angekündigt. Zu den erklärten Schritten gehören die Installation von Überwachungssystemen auf Offshore-Windparks in Polen sowie der Start von Aufklärungssatelliten aus Deutschland und Finnland. Diese Maßnahmen zielen Berichten zufolge darauf ab, den potenziellen Überwachungsvorteil auszugleichen, den das russische System bieten wird.

### Einschätzungen der Verwundbarkeit

NATO-Militärvertreter haben, wie westliche Medien berichten, öffentlich versichert, dass das neue russische Radar „sehr groß“ und bei Bedarf leicht zu zerstören sei. Diese Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund allgemeiner Besorgnis in Europa und dienen im Wesentlichen dem Versuch, die Beunruhigung um das Projekt zu verringern. Konkrete technische und operative Details sowohl des Radars selbst als auch der geplante Gegenmaßnahmen werden öffentlich nicht offengelegt.

## Faktencheck und Quellen

- [Новый загоризонтный радар в Калининграде будет вести наблюдение за всей Европой.](https://www.vietnam.vn/ru/radar-vuot-duong-chan-troi-moi-tai-kaliningrad-se-kiem-soat-toan-bo-chau-au) - Primärquelle: Wiedergabe deutscher Medienberichte und NATO-Einschätzungen zum Bau des Überhorizontradars bei Gwardeisk. Technische Parameter wurden von russischer Seite nicht bestätigt; Reichweite >3.000 km ist eine NATO-Schätzung.

## Häufige Fragen

### Wo wird das neue Radar gebaut?

Deutschen Medien zufolge findet der Bau in der Region Gwardeisk in der Oblast Kaliningrad auf von Russland kontrolliertem Gebiet statt.

### Wie groß ist die Reichweite des neuen Radars?

Das russische Militär hat keine Daten veröffentlicht. Die NATO schätzt die Beobachtungsreichweite auf über 3.000 km, womit nach Bündnisberechnungen ganz Europa erfasst wird.

### Welche Gegenmaßnahmen bereitet Europa vor?

Berichten zufolge bereitet Europa die Installation von Überwachungssystemen auf Offshore-Windparks in Polen und den Start von Aufklärungssatelliten aus Deutschland und Finnland vor.