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title: "Ehemaliger „Kolos'-Spieler Nikolai Solotow wird in Belarus wegen eines Interviews zur Unterstützung der Ukraine gesucht"
description: "Der ehemalige Abwehrspieler von „Kolos', Nikolai Solotow, wurde in die belarussische „Schwarze Liste' aufgenommen und wird gesucht. Der Grund dafür war laut Quellen sein Interview zur Unterstützung der Ukraine."
date: 2026-08-21T08:26:01.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/nikolai-solotow-sucht-belarus-schwarze-liste-de
tags: [nikolay-zolotov, belarus, football, kolos, zimbru, ukraine, blacklist]
publisher: "XAB.info"
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# Ehemaliger „Kolos'-Spieler Nikolai Solotow wird in Belarus wegen eines Interviews zur Unterstützung der Ukraine gesucht

![Nikolai Ssoltow in einem Kolos-Trikot während eines Fußballspiels](https://xab.info/media/2026/08/21/nikolay-zolotov-rozysk-belarus-chernyi-spisok/nikolay-zolotov-rozysk-belarus-chernyi-spisok-1.webp)

Der 31-jährige Abwehrspieler Nikolai Solotow, der von 2021 bis 2023 in der ukrainischen Premjer-Liha für den Kremenchuger Klub „Kolos' spielte, geriet in den Mittelpunkt eines resonanten Skandals: Laut belarussischen Medien wurde er am 7. Juli in die sogenannte „Schwarze Liste' aufgenommen und de facto vom belarussischen Innenministerium gesucht. Darüber berichtet Sport RBC.UA unter Berufung auf das belarussische Medium by.tribuna.com. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Materials spielt der Fußballer beim moldawischen Klub „Zimbru'.

### Sucht und „Schwarze Liste'

Laut Informationen des belarussischen Medienhauses wurde die Kandidatur von Solotow für die „Schwarze Liste' persönlich vom belarussischen Sportminister Sergei Kowaltschuk eingereicht. Die Aufnahme in eine solche Liste bedeutet im Wesentlichen ein Berufsverbot und eine Zusammenarbeit mit belarussischen Klubs und Strukturen sowie kann mit Suchmaßnahmen einhergehen. Die Tatsache, dass ein aktiver Fußballer, der im Ausland spielt, auf eine solche Liste der belarussischen Behörden gelangt, macht die Situation außergewöhnlich und zieht die Aufmerksamkeit ukrainischer und internationaler Sportmedien auf sich.

### Grund: Interview zur Unterstützung der Ukraine

Nach Informationen von Sport RBC.UA war der Grund für die Aufnahme des Spielers in die „Schwarze Liste' eines seiner öffentlichen Auftritte, in dem er sich für die Ukraine aussprach. Wahrscheinlich handelt es sich um das Interview von Solotow mit der ukrainischen Zeitung „Zerkalo', das im August 2022 veröffentlicht wurde, als der Fußballer bereits in der Ukraine lebte und spielte. Damals erklärte er offen seinen Glauben an die Streitkräfte der Ukraine und an den Sieg des Landes im Krieg gegen den russischen Aggressor.

„Uns geht es in der Ukraine sehr gut. Ja, es gibt Luftalarme, sie sind belastend, aber man kann sich daran gewöhnen. Es ist trotzdem nicht so schlimm wie einen Monat nach Kriegsbeginn. Ich bin zuversichtlich in die Streitkräfte der Ukraine, in Selenskyj – alles wird gut', sagte damals Solotow.

### Karriere und Paradoxon der Situation

Nach „Kolos' spielte Solotow noch für den französischen Klub „Bastia' und den kasachischen Klub „Yelimai', und im Jahr 2024 trat er in Belarus für den Klub „Maxline' an – und zwar erst nach jenem Interview zur Unterstützung der Ukraine. Im Juli 2025 schloss sich der Abwehrspieler dem moldawischen „Zimbru' an, das vom Ukrainer Andrei Semenschuk trainiert wird. Genau hier liegt das Hauptparadoxon: Die belarussischen Behörden ließen den Spieler 2024 in ihrem Land antreten, fügten ihn aber erst nach erheblicher Zeit – im Juli 2026 – in die „Schwarze Liste' ein, was auf eine verzögerte Reaktion auf seine öffentlichen Äußerungen hindeutet.

### Widersprüchliche Daten

In den verfügbaren Quellen gibt es erhebliche Diskrepanzen darüber, welches Ressort die Fahndung initiierte. Das ukrainische Medium Sport RBC.UA und der Fernsehsender Current Time verweisen auf das Innenministerium Belaruss und die belarussische „Schwarze Liste', während das ukrainische Portal ua-football.com in der Überschrift berichtet, dass der ehemalige Fußballer von „Kolos' vom Innenministerium der Russischen Föderation gesucht wird. Somit verbindet eine Version die Einschränkungen mit den belarussischen Behörden und persönlich mit Sportminister Kowaltschuk, die andere mit den russischen Sicherheitsstrukturen. Die Redaktion hält beide Standpunkte fest und stellt fest, dass die primären belarussischen Quellen, auf die sich die ukrainischen Medien stützen, sich tatsächlich auf Belarus beziehen.

### Kontext: Erklärung des FK „Charkiw'

Auf dem Hintergrund dieser Geschichte veröffentlichte der ukrainische FK „Charkiw' eine separate Erklärung über die Flucht eines seiner Fußballer nach Russland. Obwohl in den bereitgestellten Materialien ein direkter Zusammenhang dieses Faktums mit dem Fall Solotow nicht bestätigt wird, spiegeln beide Episoden den allgemeinen Kontext des Drucks auf ukrainische und pro-ukrainisch gesinnte Sportler durch russische und belarussische Strukturen unter den Bedingungen des anhaltenden Krieges wider.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Экс-игрока клуба УПЛ объявили в розыск в Беларуси: в чем причина](https://sport.rbc.ua/ukr/football/eksgravtsya-klubu-upl-ogolosili-rozshuk-bilorusi-1787300477.html) - Основной источник: 7 июля включение в «чёрный список», инициатор — министр спорта Ковальчук, причина — интервью в поддержку Украины; карьера и парадокс 2024 года в «Макслайне».
- [Бывший футболист Колоса объявлен в розыск МВД РФ](https://www.ua-football.com/ukrainian/news/1787205210-byvshiy-futbolist-kolosa-obyavlen-v-rozysk-mvd-rf.html) - Указывает на МВД РФ вместо Беларуси — противоречие с другими источниками по ведомству.
- [МВД Беларуси объявило в розыск бывшего игрока сборной по футболу Николая Золотова](https://www.currenttime.tv/a/belarus-zolotov-rozysk/33834282.html) - Подтверждает версию белорусского МВД и розыск Золотова.