Am Nachmittag des 28. Juli wurde die Oblast Nikolajew einem massiven kombinierten Angriff der russischen Streitkräfte ausgesetzt. Laut lokalen Behörden setzte der Gegner ein breites Spektrum an Angriffsmitteln ein, darunter Selbstmorddrohnen „Schahed“ und „Bandierol“ sowie gelenkte Luftbomben (KAB). Infolge der Beschuss wurden Schäden an der Infrastruktur und Verletzte unter der Zivilbevölkerung festgestellt.
Umfang der Zerstörung und Maßnahmen der Flugabwehr
Georgij Reschetilow, kommissarischer Leiter der Militärverwaltung der Oblast Nikolajew, bestätigte in seinem Telegram-Kanal, dass die Luftverteidigungskräfte die Mehrheit der feindlichen Luftziele abgeschossen haben. Dennoch wurden einzelne Treffer und das Herabfallen von Trümmern registriert, die Schäden an Objekten in der Region verursachten.
Der lokale Hafen und eines der Industrieunternehmen erlitten erhebliche Schäden. In der Gemeinde Halizyniwka wurde ein privates Wohnhaus durch herabfallende Trümmer eines abgeschossenen Drohnen beschädigt. Der Bürgermeister von Nikolajew, Alexander Senkevytsch, berichtete über Zerstörungen sowohl im privaten Sektor als auch in Mehrfamilienhäusern. Derzeit untersuchen kommunale Dienste und Rettungskräfte die Gebäude, um den Umfang der Wiederherstellungsarbeiten zu bewerten.
Opfer unter der Zivilbevölkerung
Die schwerwiegendsten Folgen des Angriffs betrafen Zivilisten. Die Staatsanwaltschaft der Oblast Nikolajew gab bekannt, dass vier Einwohner infolge der Handlungen der russischen Aggressoren verletzt wurden. Darunter ist ein 86-jähriger Mann aus dem Rajon Nikolajew, der in schwerem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Die Ärzte leisten ihm alle notwendigen medizinischen Behandlungen.
Neben dem Rentner erlitten drei weitere Einwohner von Nikolajew selbst Verletzungen – zwei Männer und eine Frau. Die Staatsanwaltschaft hat bereits eine strafrechtliche Untersuchung wegen des Angriffs auf die Zivilbevölkerung eingeleitet.
Fortsetzung der Eskalation
Alexander Senkevytsch bezeichnete die Handlungen der russischen Seite als Terrorismus gegen die Zivilbevölkerung und stellte fest, dass die Aggressoren gezielt Wohnviertel angreifen. Dies ist bereits nicht der erste Schlag gegen die Region in letzter Zeit. In der Nacht vom 26. auf den 27. Juli griffen russische Kräfte zivile Handelsschiffe in den Häfen der Oblast an, was zum Tod einer Person und zu Verletzungen anderer führte. Zuvor, am Morgen des 20. Juli, wurden Angriffsdrohnen auf Nikolajew und die Oblast gelenkt, wodurch zwei Einwohner des Dorfes Prybuzke verletzt wurden.
Die Rettungsdienste arbeiten weiterhin an der Beseitigung der Folgen der Beschüsse, während die Behörden die Einwohner auffordern, die Sicherheitsvorschriften angesichts der anhaltenden militärischen Bedrohung einzuhalten.