In den ukrainischen sozialen Medien entstand ein großer Aufschrei nach dem Erscheinen einer Audioaufnahme, auf der eine Stimme, die der Direktorin des Ukrainischen Zentrums für Bildungsqualität (UZOKO), Tatjana Wakulenko, ähnelt, obszöne Äußerungen gegenüber einer Abiturientin macht. Die Leiterin der Behörde selbst bestreitet die Vorwürfe jedoch kategorisch und bezeichnet die Aufnahme als grobe Fälschung.

Die Version der Fälschung und das Ziel des Angriffs

Tatjana Wakulenko erklärte, dass der veröffentlichte Ausschnitt das Ergebnis einer Montage sei, die speziell zur Diskreditierung ihrer Person und des Rufes des UZOKO erstellt wurde. Laut der Direktorin wurde das tatsächliche Gespräch so geschnitten, dass ihr professionelles Image zerstört und ihr persönlicher Schaden zugefügt wird.

„Dieses Audio ist grob montiert. Ich bin überzeugt, dass die vollständige Version der Aufnahme bei der Person liegt, die sich als Herr Jegor ausgab und die wahrscheinlich das grob montierte Audio verbreitet hat', betonte Wakulenko.

Details des Konflikts: Warum die Abiturientin nicht zur Prüfung gelassen wurde

Grundlage des Skandals ist die Geschichte einer Abiturientin, der die Berufungskommission während der zusätzlichen Registrierungsphase die Registrierung für die Nationale externe Bewertung (NMT) verweigerte. Das Mädchen behauptete, sie habe das Verfahren aufgrund technischer Störungen im System nicht abschließen können.

Die Prüfung der Arbeitsprotokolle des UZOKO-Dienstes ergab jedoch ein anderes Bild: Während der Hauptregistrierung hatte die Abiturientin die Anmeldung nicht abgeschlossen. Insbesondere hatte sie kein Dokument über den Erhalt der vollständigen allgemeinen Sekundarbildung hochgeladen und keine Unterlagen zur Verarbeitung an das regionale Zentrum gesendet.

Gemäß der Verordnung wurde das persönliche Konto der Abiturientin aufgrund fehlender Unterlagen gelöscht. Am 2. Juni prüfte die Kommission den eingereichten Einspruch und beschloss, diesem nicht stattzugeben.

Was wirklich geschah: Drohungen und Korrespondenz

Laut Wakulenko rief sie nach der offiziellen Ablehnung ein Mann an, der sich als Vertreter der Abiturientin ausgab. Das Gespräch dauerte fast zehn Minuten. Der Gesprächspartner übte Druck aus, beleidigte die Direktorin und drohte, ihren Ruf zu zerstören, um ihre Entlassung zu erreichen.

Während des Gesprächs erklärte Wakulenko die Gründe für die Entscheidung der Kommission und erwähnte eine Chat-Korrespondenz von Jugendlichen, die die Anwälte der Abiturientin als Beweis in die Akten aufgenommen hatten. Genau aus dieser Korrespondenz, so die Direktorin, stammen die obszönen Wörter, die im montierten Audio ihr untergeschoben werden sollen.

Äußerer Druck und Schutz des Rufs

Die Direktorin des UZOKO enthüllte auch Details zu Versuchen der Einflussnahme auf den Prozess. Nach der Ablehnung wurde sie wiederholt gebeten, die Entscheidung zu ändern. Laut Wakulenko wandten sich mindestens fünf Personen mit solchen Bitten an sie, darunter auch ein Volksabgeordneter.

Sie betonte, dass Entscheidungen über die Teilnahme an der NMT strikt gemäß den genehmigten Regeln getroffen werden und nicht von persönlichen Verbindungen oder äußerem Einfluss abhängen dürfen.

Als Reaktion auf die Verbreitung von Kompromat hat sich Tatjana Wakulenko bereits an einen Anwalt gewandt und beabsichtigt, ihre Ehre und Würde vor Gericht zu verteidigen. Darüber hinaus reicht sie eine Strafanzeige bei der Polizei wegen der Beeinträchtigung ihrer geschäftlichen Reputation ein.