Im Außenministerium Nordkoreas wurde eine beispiellos harte Erklärung abgegeben, die jahrelangen diplomatischen Diskussionen ein Ende setzt. In Pjöngjang wurde offiziell bekannt gegeben, dass die Frage der Entnuklearisierung endgültig vom Tisch ist. Dies bedeutet, dass Nordkorea seinen Status als Atomwaffenstaat dauerhaft behält und in dieser Angelegenheit keine Zugeständnisse machen wird.

Die offizielle Position Pjöngjangs

In der Erklärung des Ministeriums wird die Politik Washingtons und Seouls scharf kritisiert. Das nordkoreanische Außenministerium bezeichnete die Rhetorik der USA und ihrer Verbündeten als „sinnlos“ und verurteilte die jüngste Zusammenarbeit zwischen der amerikanischen und der südkoreanischen Regierung in Fragen der nuklearen Abschreckung.

„Die sinnlose Rhetorik der USA und ihrer Vasallenkräfte gegen Nordkorea sowie ihre Zusammenarbeit bei der Schaffung einer nuklearen Bedrohung werden niemals das irreversible Dasein Nordkoreas als Atomwaffenstaat beeinflussen können“, betonte das Ministerium. Tatsächlich lehnt Pjöngjang damit jede Verhandlungsszenarien ab, die auf einen Verzicht auf den Atomwaffenarsenal abzielen.

Reaktion auf die Gespräche zwischen den USA und Südkorea

Auslöser für diese Erklärung war eine Reihe von Treffen in der vergangenen Woche. Vertreter der USA und Südkoreas diskutierten Strategien zur Stärkung der nuklearen Abschreckung und Maßnahmen zur Bekämpfung des wachsenden Rüstungsprogramms des nordkoreanischen Nachbarn. Genau diese Konsultationen wurden von Pjöngjang als direkte Bedrohung der eigenen Sicherheit gewertet und lösten die offizielle Antwort aus.

Verfassungsultraum und neue Doktrin

Die Erklärung des Außenministeriums ist kein isoliertes Ereignis, sondern fügt sich in die harte Linie ein, die die Staatsführung in der letzten Woche verfolgt. Die Schwester des nordkoreanischen Führers, Kim Yo Jong, hatte bereits zuvor gewarnt, dass Nordkorea niemals seinen Status als Atomwaffenstaat aufgeben und keine externen Bedrohungen dulden werde.

Parallel zu den diplomatischen Erklärungen gab Kim Jong Un den Befehl zur Integration der Seestreitkräfte in die allgemeine Doktrin der nuklearen Abschreckung. Der Staatsführer betonte, dass die Flotte zu einem Schlüsselelement der Verteidigung werden müsse.

Die Situation wird durch Medienberichte über Änderungen in der nordkoreanischen Verfassung verschärft. Gemäß den neuen Bestimmungen wird im Falle des Todes von Kim Jong Un infolge eines Angriffs durch einen anderen Staat automatisch ein Protokoll für einen nuklearen Gegenschlag ausgelöst. Dies verankert das Prinzip der garantierten Vergeltung auf gesetzlicher Ebene.