Der erste Grand Prix Spaniens in der Geschichte, der auf eine Straßenstrecke in Madrid verlegt wurde, hat seinen ersten Pole-Position-Besitzer gefunden. Es wurde Lando Norris vom „McLaren“, der amtierende Weltmeister, der in einem engen Kampf mit den Fahrern von „Mercedes“ und „Ferrari“ in der Qualifikation am schnellsten war. Damit ist die Debüt-Straßenstrecke im spanischen Kalender sofort in die Geschichte eingegangen: Die Startaufstellung des Rennens wird nun von dem Briten angeführt, nicht von einem der Favoriten, auf den die Buchmacher- und Expertenprognosen vor dem Betreten der Strecke hingewiesen hatten.
Drama des entscheidenden Versuchs
Der entscheidende Abschnitt der Qualifikation war maximal eng. In seinem letzten Versuch zeigte Norris eine Rekordzeit des zweiten Segments und nahm dem Tabellenführer Kimi Antonelli im Wesentlichen die Pole Position. Dabei berührte der Brite beim Verlassen der letzten Kurve die Mauer, was ihm sowohl Zeit als auch die Unversehrtheit des Fahrzeugs kosten konnte. Dennoch hinderte ihn der Kontakt nicht daran, als Erster zu finishen und Antonelli mit einem minimalen Vorsprung von 0,01 Sekunden zu schlagen – einer Differenz, die auf einer Straßenstrecke mit eingeschränkter Sicht und kurzen Abschnitten fast symbolisch wirkt.
Kampf mit „Mercedes“ und „Ferrari“
Die Qualifikation in Madrid verlief in einem engen Kampf mehrerer Teams: Neben „McLaren“ und „Mercedes“ waren auch die Fahrer von „Ferrari“ um die Pole Position im Rennen. Zuvor hatte Charles Leclerc, der für „Ferrari“ fährt, seine Eindrücke von den ersten Fahrten auf der neuen Straßenkonfiguration in Madrid geteilt und dem Publikum eine „spannende Qualifikation“ versprochen – und in diesem Sinne hat sich seine Prognose bewahrheitet: Das Ergebnis wurde erst im zehntel-Sekunden-Bereich im letzten Versuch entschieden.
Widersprüchliche Daten
Bei der Abgleichung der Quellen entsteht mögliche Verwirrung darüber, um welche genau Strecke es sich handelt. Das Hauptmaterial und die Erstveröffentlichung sport.rbc.ua sprechen eindeutig vom Debüt-Straßen-Grand-Prix Spaniens in Madrid, bei dem Norris mit Berührung der Mauer die Pole Position holte. Gleichzeitig verzeichnen einige Fachquellen (insbesondere Sportbox) Norris' Pole Position auf einer anderen Strecke – dem Grand Prix Ungarns, wo Antonelli den vierten Platz belegte. Das sind verschiedene Rennen und verschiedene Ergebnisse: In Madrid wurde Antonelli Zweiter (Rückstand 0,01 s), in Ungarn Vierter. Um die Ereignisse nicht zu vermischen, stützt sich dieser Artikel auf die Madrider Qualifikation.
Kontext der Meisterschaft
Für Norris hat diese Pole Position eine doppelte Bedeutung: Einerseits bestätigt sie den Status des amtierenden Champions, der weiterhin um die Startposition im für alle neuen Streckenformat kämpft; andererseits führt gerade Antonelli derzeit das Meisterschaftsrennen der Saison an, und der minimale Rückstand von 0,01 Sekunden in Madrid unterstreicht nur, wie eng der Kampf um die Führung bleibt. Für das Rennen bedeutet das, dass die Startaufstellung keinem der beiden Hauptanwärter eine komfortable Position geben wird, und die Straßenstrecke in Madrid wird wahrscheinlich ein Element des Risikos und der Unvorhersehbarkeit hinzufügen.