In Kiew, am linken Ufer der Hauptstadt, wurde ein Modus für Notabschaltungen der Stromversorgung eingeführt. Die Entscheidung wurde auf Anweisung von „Ukrenergo“ getroffen, da das Energiesystem einer kritischen Belastung ausgesetzt ist. Die Systembetreiber appellieren an die Bürger, die Ressourcen so sparsam wie möglich zu nutzen, um einen vollständigen Zusammenbruch des Netzes zu verhindern.

Hitze ist die Hauptursache für Überlastungen

Die Situation im Energiesystem hat sich aufgrund des anomalen heißen Wetters verschärft, das sich über ganz Ukraine ausgebreitet hat. Laut Angaben von „Ukrenergo“ zeigt der Stromverbrauch einen starken Anstieg. Stand 09:30 Uhr am 25. Juni überstieg die Netzlast die Werte des Vortages (Mittwoch) um 3,7 %.

Hauptgrund für den Nachfrageanstieg ist der intensive Betrieb von Haushaltsklimageräten. Die Bewohner, die versuchen, ihre Räume bei der Hitze zu kühlen, schalten leistungsstarke Geräte ein, was eine enorme Belastung für Transformatorenstationen und Hochspannungsleitungen verursacht.

Warnungen der Experten: Stromausfälle könnten bis zu 5 Stunden dauern

Zuvor hatten Vertreter von „Ukrenergo“ davor gewarnt, dass der Sommer eine Belastungsprobe für das Energiesystem werden könnte. Der Geschäftsführer des Unternehmens, Witalij Zajtschenko, gab eine beunruhigende Prognose ab: Wenn anhaltende Hitze mit Angriffen auf die Energieinfrastruktur zusammenfällt, könnten die Stromausfälle langanhaltend werden.

Im schlimmsten Szenario könnte der Strom laut Zajtschenko bis zu 5 Stunden pro Tag ausfallen. Dies hängt mit der Notwendigkeit zusammen, das Netz zu balancieren, wenn gleichzeitig die Stromerzeugung aufgrund von Schäden sinkt und der Verbrauch stark ansteigt.

Empfehlungen für die Verbraucher

Das Unternehmen DTEK, das die Verteilernetze betreibt, hat die Bevölkerung aufgefordert, Verständnis zu zeigen und Strom zu sparen. Experten betonen, dass ein sparsamer Umgang mit Ressourcen derzeit nicht nur eine Empfehlung ist, sondern eine Möglichkeit, die Funktionsfähigkeit des Energiesystems insgesamt zu erhalten.

Bürgern wird geraten, nicht genutzte Geräte auszuschalten und, wo möglich, die Intensität des Betriebs von Klimageräten zu reduzieren. Nur durch gemeinsame Anstrengungen können Spitzenlasten abgemildert und größere Notabschaltungen vermieden werden.