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title: "Notstand in der Krim: Aksjonow erklärt die Einführung des Ausnahmezustands mit „wirtschaftlichen Fragen“"
description: "Auf der Krim und in Sewastopol wurde der Notstand verhängt. Sergej Aksjonow begründete dies mit „wirtschaftlichen Fragen“, doch Fakt ist, dass die Halbinsel am Vortag einem massiven Drohnenangriff ausgesetzt war und das SBU Militärluftfelder getroffen hat. 🔥🚁"
date: 2026-06-26T10:44:00.000Z
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# Notstand in der Krim: Aksjonow erklärt die Einführung des Ausnahmezustands mit „wirtschaftlichen Fragen“

![Soldat mit Hund kontrolliert ein Auto an einer Sperrstelle in der Krim unter dem Ausnahmezustand](https://xab.info/media/2026/06/26/rezhim-chs-v-krymu-aksenov-ekonomicheskie-voprosy/rezhim-chs-v-krymu-aksenov-ekonomicheskie-voprosy-1.webp)

Die Behörden der besetzten Krim haben offiziell die Einführung eines Notstandes angekündigt. Der entsprechende Beschluss wurde am 26. Juni gefasst und gilt sowohl für das Gebiet der Halbinsel als auch für die Stadt Sewastopol.

Von der Einführung des besonderen Regimes berichtete der Leiter der Besatzungsverwaltung, Sergej Aksjonow. Demnach wurde der Erlass gemeinsam mit dem Oberhaupt Sewastopols, Michail Raswojajew, unterzeichnet. In ihrer Erklärung bezeichneten die Beamten die Lage als regional, gaben jedoch keine konkreten Details zu den Gründen für derart drastische Maßnahmen an.

### Offizielle Version: „Wirtschaft und Lebensversorgung“

Aksjonow versuchte, die Bevölkerung zu beruhigen, indem er erklärte, dass die Einführung des rechtlichen Notstands ausschließlich der „Regelung wirtschaftlicher Fragen“ dienen solle. Laut dem Vertreter des Kremls auf der Krim werde dies ermöglichen, „Aufgaben zur Organisation eines stabilen Funktionierens aller Bereiche, von denen die Lebensversorgung der Bevölkerung abhängt, so schnell wie möglich zu lösen“.

Experten und Beobachter verbinden diese Entscheidung jedoch mit den jüngsten Ereignissen auf der Halbinsel, die der Infrastruktur der Region schweren Schaden zugefügt haben.

### Kontext: Drohnenangriffe und Treibstoffkrise

Die Entscheidung über die Einführung des Notstands fiel vor dem Hintergrund massiver Angriffe auf die Krim. In der Nacht vom 25. Juni wurde die Halbinsel von unbemannten Fluggeräten angegriffen. Starke Explosionen wurden in den Rajons Simferopol, Perwomaiski und Krasnoperekopsk verzeichnet. Auch in Sewastopol, Jewpatorija und Jalta wurden Treffer registriert.

Die Folgen des Angriffs waren für die Bewohner spürbar: In vielen Gebieten begannen großflächige Stromausfälle. Darüber hinaus verschärften die Angriffe auf Ölanlagen die ohnehin schwierige Situation mit dem Treibstoffmangel und lösten eine neue Welle der Treibstoffkrise aus.

### Sonderoperation des SBU und Strategie Kiews

Kurz vor den Angriffen auf die zivile Infrastruktur führte der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) eine großangelegte Sonderoperation durch. Dabei wurde die kritische Infrastruktur der Militärflugplätze „Saki“ und „Gwardejskoje“ angegriffen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kommentierte diese Ereignisse mit der Aussage, dass die Operation auf der Krim genau durchgerechnet war. Der Staatsoberhaupt betonte, dass die Wirksamkeit solcher Maßnahmen von der Unterstützung westlicher Partner abhängt. Laut Selenskyj könnte Kiew Russland zu einem Frieden bewegen, wenn die Verbündeten die notwendigen Entscheidungen bezüglich der Waffenlieferungen treffen.