Am Freitag, dem 3. Juli, wurden in weiten Teilen der Ukraine Notstromausfälle eingeführt. Ohne Strom blieben die Bewohner von Kiew sowie der Oblaste Kiew, Tschernihiw, Odessa und Tscherkassy. Die Gründe waren extreme Hitze, Überlastung der Netze und Schäden an der Infrastruktur infolge russischer Angriffe.

Hitze und Beschuss: Doppelschlag für das Energiesystem

Die Situation im ukrainischen Energiesystem bleibt angespannt. Laut Angaben von „Ukrenergo“, DTEK und regionalen Energieversorgern wurden die Abschaltungen auf Anweisung der Dispatcher aufgrund einer kritischen Netzbelastung veranlasst.

In der Oblast Odessa verschärft sich das Problem nicht nur durch die abnorm hohen Temperaturen, sondern auch durch beschädigte Ausrüstung, die nicht genügend Strom übertragen kann. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, Ressourcen sparsam zu nutzen.

Abschaltpläne: Was derzeit bekannt ist

Im Gegensatz zu den vorherigen Tagen, in denen stundenweise Pläne galten, haben die Abschaltungen am Freitag einen Notfallcharakter. Das bedeutet, dass sie punktuell eingeführt werden und je nach Zustand der Netze unterschiedlich lange dauern können.

„Ukrenergo“ präzisierte, dass die Einschränkungen sofort aufgehoben werden, sobald sich die Situation stabilisiert hat. Angesichts der ständigen russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur ist eine Prognose der Dauer der Unterbrechungen jedoch schwierig.

Von Sumy bis Donezk: Wo sich der Fokus der Probleme verschoben hat

Wurde die Oblast Sumy zuvor als am stärksten von Stromausfällen betroffen angesehen, so ist die Situation derzeit in der Oblast Donezk am schwierigsten. Ständige feindliche Beschüsse führen zu regelmäßigen Schäden an Hochspannungsleitungen und Umspannwerken.

In Kiew blieb nach einem weiteren massiven Angriff ein Teil der Stadt ohne Strom. Die Energieversorger haben bereits mit Not- und Wiederherstellungsarbeiten begonnen, um die Stromversorgung für die Verbraucher so schnell wie möglich wiederherzustellen.

Was sollten die Bewohner tun?

Experten empfehlen:

  • Auf offizielle Mitteilungen der lokalen Energieunternehmen achten.
  • Reserve-Stromquellen (Generatoren, Akkus) vorbereiten.
  • Strom sparen, indem unnötige Geräte ausgeschaltet werden.
  • Das Vorhandensein von Wasser und Vorräten für den Fall längerer Ausfälle überprüfen.

Die Situation im ukrainischen Energiesystem bleibt dynamisch. Es ist wichtig, die Ruhe zu bewahren und den Empfehlungen der Behörden zu folgen.