Am frühen Morgen in Kramatorsk detonierte eine mächtige Explosion. Ziel der russischen Artillerie war das Gebäude der 11. Filiale von „Nova Poshta“. Vorläufigen Berichten zufolge wurde das Objekt mit einer kassettierten Luftmine (KAB) getroffen. Infolge des Vorfalls, der gegen fünf Uhr morgens stattfand, erlitt das Gebäude schwere Schäden und im Inneren brach ein Feuer aus.

Menschen gerettet, aber Fracht in Gefahr

Die wichtigste Neuheit ist, dass die Mitarbeiter der Filiale unverletzt geblieben sind. Am Tatort begannen sofort Rettungskräfte des DSNZ und die Polizei ihre Arbeit. Derzeit arbeiten sie an der Löschung des Feuers und der Einschätzung des Ausmaßes der Zerstörung. Das vollständige Bild dessen, was mit der Fracht geschehen ist, wird erst klar sein, nachdem das Feuer vollständig gelöscht und die Trümmer geräumt sind.

20% der Sendungen unter den Trümmern

Die Situation mit den Sendungen ist kritisch. Nach vorläufigen Schätzungen befanden sich etwa 20% aller Sendungen, die zum Zeitpunkt des Angriffs in der Filiale waren, unter den Trümmern des Gebäudes. Das Unternehmen hat bereits begonnen, die logistischen Routen dringend umzustellen, damit Kunden ihre Sendungen ohne Verzögerung erhalten können, trotz der Zerstörung eines der wichtigsten Knotenpunkte.

Kompensationen und neue Bedrohungen

„Nova Poshta“ hat die volle Verantwortung für den Verlust der Fracht übernommen. Das Unternehmen erklärte, dass es den Kunden die Verluste aus den durch das Feuer zerstörten Sendungen unbedingt kompensieren wird. In den nächsten Tagen werden sich die Mitarbeiter mit jedem betroffenen Kunden in Verbindung setzen, um die Details der Zahlung zu klären.

Dies ist nicht das einzige Problem, mit dem das Logistikunternehmen in letzter Zeit konfrontiert war. Kürzlich waren die Dienste von „Nova Poshta“ einem groß angelegten Hackerangriff ausgesetzt, der vorübergehende Störungen aufgrund einer DDoS-Attacke verursachte. Auch „Ukrposhta“ geriet ins Visier des Angreifers: Während der Beschuss von Kiew wurde das historische Hauptpostamt auf dem Maidan beschädigt, wobei Fenster zerbrochen und die Fassade beschädigt wurden.