Am 12. August 2026 bereicherte ein lang erwarteter Film das ukrainische Kinoprogramm, der eines der Hauptunterhaltungserlebnisse des Sommers verspricht. Regisseur Will Gluck, bekannt für Hits wie „Easy A“ und „Hateship, Loveship“, wagt es erneut, zwei charmante Personen in Kulissen zu stellen, die kaum ihr Gewicht tragen können. Diesmal sind die Kulissen dystopisch, und die Handlung dreht sich um ein einziges, aber verbotenes Verlangen.

Dystopie, in der Liebe ein Mangel ist

Die Handlung des neuen Films mit dem Titel „Nur eine Nacht“ (oder „Only One Night“) spielt in einer Welt, in der der Kongress vor drei Jahren ein Gesetz verabschiedet hat, das vor der Ehe geschlossene Beziehungen verbietet. In dieser Gesellschaft werden Bürger mit biosensorischen Tattoos an den Handgelenken markiert: Grün steht für Verheiratete, Rot für Singles. Singles haben das Recht auf Intimität nur 12 Stunden im Jahr – von sieben Uhr abends bis sieben Uhr morgens. Diese Nacht hat sogar eine eigene Marke erhalten.

Um dieses Verbot herum hat sich, wie es für eine amerikanische Geschichte aus dem Jahr 2026 üblich ist, bereits ein Schwarzmarkt entwickelt. Kondome werden für 200 Dollar verkauft, und Tabletten, die die Sensoren austricksen können, sind zur Währung geworden. Die Idee, Intimität zu verbieten, um ihr Gewicht zurückzugeben, wirkt seltsam: Der Film bewahrt das, was seine Helden längst nicht mehr als Mangel betrachten, als strategische Ressource. Für Gen-Z-Mitglieder, die Intimität auch ohne Verbote nicht unbedingt an die erste Stelle ihrer Vergnügungen setzen, mag diese Entscheidung besonders exotisch wirken.

Spiegelbildliche Schicksale von Owen und Ellie

Im Zentrum der Geschichte stehen zwei Unglückliche, deren Ausgangspositionen spiegelbildlich sind. Owen (gespielt von Callum Turner), Inhaber einer Pizzeria, kommt mit einem Ring in den Restaurant, um seiner Freundin Malika (Maya Hawke) den Antrag zu machen. Doch statt eines freudigen „Ja“ hört er beim Abendessen, dass sie in dieser Nacht jemand anderen ausprobieren möchte. Ellie (Monica Barbaro), eine Sängerin, die aufgrund ihrer Bühnenangst gezwungen ist, Jingles für Medikamentenwerbung zu schreiben, geht mit einer Freundin in eine Bar, doch diese verlässt sie für den ersten besten Mann in der Warteschlange.

Die beiden Helden kreisen durch den nächtlichen New York und stoßen immer wieder aufeinander, zwischen Underground-Partys und Nebenabenteuern. Aber das Interessanteste an ihnen ist nicht, wohin sie gehen, sondern woher sie kommen. Ellie befindet sich in der Kategorie ohne Optionen, während Owen plötzlich erfährt, dass er selbst nur eine von ihnen ist. Der Film stellt eine Frage, die wertvoller ist als seine gesamte Dystopie: Was ist erniedrigender – keine Wahl zu haben oder jemandes Option zu sein?

Schauspielerisches Potenzial und Dramentiefe

Trotz der leichten Präsentation und der Idee des Films erinnert man sich unwillkürlich daran, dass beide Schauspieler viel mehr können, als dieser Film ihnen erlaubt. Callum Turner trug in „The Last Letter from Your Lover“ die gesamte Dramatik durch Unaussprechlichkeit und Sehnsucht. Monica Barbaro spielte Joan Baez in „A Complete Unknown“ – mit einer feinen, erwachsenen romantischen Linie neben Timothée Chalamet, wofür sie für einen Oscar nominiert wurde.

Sie kommen hier mit der Erinnerung an eine zweideutige und stille Liebe, sodass man während des gesamten Films darauf wartet, dass die Geschichte einen Halbt tiefer rutscht und tiefer wird. Das Ende geht überhaupt nicht um Intimität. In einer Welt, in der dir genau 12 Stunden zugemessen wurden und du aufgefordert wirst, es zu schaffen, tun die beiden das Einzige, was wirklich explosiv ist: Sie eilen nicht. Vielleicht ist das auch das Maximum an Tiefe, das der Film bieten kann: Keine große Philosophie der Liebe, sondern der einfache Gedanke, dass Intimität nicht immer Eile braucht.

Widersprüchliche Daten

Während Kritiker den Film für den Versuch loben, Fragen der Wahl und des Wertes des Moments aufzuwerfen, bemerken andere Kritiker, dass „Nur eine Nacht“ dennoch keine große Philosophie der Liebe wird, aber jedes Mal, wenn es versucht, dies zu werden, etwas ins Stocken gerät. Einige Zuschauer könnten enttäuscht sein, dass hinter der romantischen Glasur eine ziemlich traditionelle Handlung verborgen ist, die nicht immer die Ambitionen der dystopischen Idee rechtfertigt. Doch es gibt hier eine Szene, für die man vieles verzeihen kann: Die Helden fragen einander, was jeder von ihnen am meisten liebt. Sie sagt, die Vorrede. Er – das, was danach kommt: Wenn man einfach liegt, schweigt und so tut, als hätte man ein Geheimnis.