Angesichts der wachsenden Nachfrage nach persönlichen Geräten mit leistungsstarken Funktionen für lokalen künstlichen Intelligenz (KI) erweitert Nvidia weiterhin seine Präsenz auf dem Prozessor-Markt. Im August 2026 wurden in der Datenbank des Benchmark-Tools Geekbench 7 Testergebnisse für die neue Plattform Nvidia RTX Spark N1X entdeckt. Das Auftauchen des Chips in zwei Konfigurationen – mit 18 und 20 Kernen – bestätigt die weitreichenden Pläne des Herstellers, die Nische der Hochleistungs-Laptops und Workstations zu erobern.
Technische Spezifikationen und Konfigurationen des Chips
Laut Daten aus dem Benchmark basiert die Plattform RTX Spark N1X auf der neuesten Blackwell-Architektur. Die höherwertige Version des Chips verfügt über 20 Kerne, die in zwei Cluster mit jeweils 10 Kernen organisiert sind, mit einer Basisfrequenz von 4,0 GHz. Der in den Kristall integrierte Grafikprozessor (GPU) verfügt über eine beeindruckende Anzahl von 6144 CUDA-Kernen. Die zweite Konfiguration, die wahrscheinlich auf ausgewogenere Geräte ausgerichtet ist, erhielt 18 Kerne (Schema 10+8) und eine Frequenz von 3,9 GHz. In dieser Version wurde die GPU auf 5120 CUDA-Kerne reduziert. Beide Versionen wurden in einem System mit 64 GB Arbeitsspeicher unter Windows 11 on ARM getestet.
Leistungsresultate in Geekbench 7
In den synthetischen Tests von Geekbench 7 zeigte die 20-Kern-Version des N1X beeindruckende Ergebnisse: 2570 Punkte im Single-Core-Modus und 23.126 Punkte im Multi-Core-Modus. Die 18-Kern-Variante erzielte etwas bescheidenere Werte – 2541 Punkte im Single-Core- und 21.776 Punkte im Multi-Core-Test. Diese Zahlen belegen, dass es Nvidia gelungen ist, einen wettbewerbsfähigen Prozessor zu schaffen, der in der Lage ist, rechenintensive Aufgaben zu bewältigen, die traditionell von Desktop-Lösungen übernommen werden.
Vergleich mit Wettbewerbern: AMD und Intel
Besonders interessant ist die Analyse der Leistung des N1X im Vergleich zu den aktuellen Marktführern. Im Duell mit dem AMD Ryzen AI Max+ 395 (16 Kerne Zen 5), der etwa 2429 bzw. 20.609 Punkte erzielt, zeigt der Nvidia-Chip einen Vorsprung von 6 % im Single-Core-Modus und sogar 12 % im Multi-Core-Modus. Die Situation ändert sich beim Vergleich mit dem Intel Core Ultra X9 388H (Panther Lake-Architektur). Hier bleibt der 20-Kern-N1X in der Single-Core-Leistung (2767 Punkte bei Intel) etwa 7 % zurück, gewinnt aber bei voller Auslastung aller Kerne deutlich mit rund 20 %, was zeigt, dass die Wette auf eine hohe Kernanzahl in der Blackwell-Architektur gerechtfertigt ist.
Ausblick und Einschränkungen
Trotz der Erfolge ist Nvidia noch nicht bereit, dem Marktführer mobiler Chips – Apple – eine Herausforderung zu stellen. Der 18-Kern-Apple M5 Max, der im Durchschnitt 3766 bzw. 35.527 Punkte erzielt, bleibt ungeschlagen und übertrifft den N1X um 32 % bzw. 35 %. Es ist jedoch wichtig, die Spezifika der Tests zu berücksichtigen: Geekbench konzentriert sich auf die CPU, während der Hauptvorteil des N1X die leistungsstarke Blackwell-GPU mit Tausenden von CUDA-Kernen ist. Genau bei Aufgaben des generativen künstlichen Intelligenz und der Beschleunigung von Berechnungen könnte der neue Nvidia-Chip einen entscheidenden Vorteil erlangen, den Standard-Benchmarks nicht abbilden können.