Die weltweiten Ölmärkte haben mit einem starken Preisanstieg auf die geopolitische Spannungen im Persischen Golf reagiert. Am Dienstag stiegen die Kurse des schwarzen Goldes um mehr als 3 % und setzten den Aufwärtstrend fort, nachdem Washington offiziell die Lizenz widerrufen hatte, die den Verkauf iranischen Öls erlaubte.
Starker Anstieg der Brent- und WTI-Kurse
Laut den Daten der Handelsplätze verteuerten sich am 7. Juli die Brent-Futures um 2,17 US-Dollar, was einem Anstieg von 3,01 % entspricht. Der Preis pro Barrel erreichte 74,16 US-Dollar. Nach neuesten Daten hat der Preis jedoch bereits die psychologische Marke von 75 US-Dollar pro Barrel überschritten.
Auch der US-amerikanische Benchmark, das Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI), zeigte ein solides Wachstum. Der Preis des Kontrakts stieg um 1,89 US-Dollar (+2,76 %) und festigte sich auf einem Niveau von 70,44 US-Dollar pro Barrel.
Aktuelle Handelsdaten
Die Marktdynamik verlangsamte sich auch nach der offiziellen Schließung der Börse nicht. Während der Abendhandelszeit stieg der weltweite Brent-Index noch einmal um 96 Cent und erreichte 75,12 US-Dollar. Das WTI-Rohöl sprang um 1,05 US-Dollar an und legte sich gegen 15:00 Uhr ostamerikanischer Zeit auf 71,49 US-Dollar pro Barrel.
Ursachen der Eskalation: Lizenzwiderruf und Angriffe auf Tanker
Der wichtigste Treiber für den Anstieg war die Nachricht über den Widerruf der allgemeinen Lizenz durch die USA, die zuvor einigen Ländern den legalen Kauf iranischen Öls ermöglichte. Diese Entscheidung war eine Gegenmaßnahme auf eine Reihe von Vorfällen im Ormus-Sund.
Die Situation spitzte sich am Dienstag zu, als im Sund drei Tanker angegriffen wurden, darunter ein qatarischer Gasfrachter. Die Behörden von Katar erklärten, dass das Schiff von einem iranischen Drohne getroffen wurde. Als Reaktion darauf warnten die USA, dass die Handlungen Irans in dieser strategisch wichtigen Wasserstraße „völlig inakzeptabel' seien und unvermeidlich schwerwiegende Folgen nach sich ziehen würden.