Am Devisenmarkt der Ukraine wird eine gegensätzliche Dynamik der wichtigsten Fremdwährungen verzeichnet. Die Nationalbank der Ukraine (NBU) hat die offiziellen Kurse für Freitag, den 17. Juli, aktualisiert und die Tendenz bestätigt, die sich in den letzten Tagen herausgebildet hat: Der US-Dollar setzt seinen Abwärtstrend fort, während der Euro eine Aufwärtsbewegung zeigt.
Der Dollar fällt, der Euro festigt sich
Laut Angaben des Regulators wurde der offizielle Kurs des US-Dollars am 17. Juli auf 44,61 Hrywnja festgelegt. Dies entspricht einem Rückgang von 13 Kopeken im Vergleich zum Vortag, an dem der „grüne Schein' noch 44,74 Hrywnja kostete. Damit verzeichnet die amerikanische Währung zum zweiten Tag in Folge einen Wertverlust gegenüber der Landeswährung.
Im Gegensatz zum Dollar ist die europäische Währung teurer geworden. Der offizielle Euro-Kurs erreichte am 17. Juli einen Wert von 51,16 Hrywnja und stieg damit um 10 Kopeken im Vergleich zum Donnerstag, dem 16. Juli, an dem er noch bei 51,06 Hrywnja lag. Der Euro festigt sich weiterhin und erzeugt eine Marktsituation, in der sich die beiden Hauptwährungen in entgegengesetzte Richtungen bewegen.
Ausblick für Einleger: Ein „Einlagenwettlauf' ist nicht zu erwarten
In Zeiten von Kursschwankungen überlegen sich viele Bürger, wie sie ihre Ersparnisse am besten sichern können. Marktexperten geben eine vorsichtige Prognose für das zweite Halbjahr ab. Dmytro Zamotaev, Direktor der Abteilung für Einzelhandelsgeschäft der „Globus Bank', erklärte in einem Kommentar an RBC-Ukraine, dass in den kommenden Monaten keine drastischen Veränderungen am Einlagenmarkt zu erwarten sind.
Nach Ansicht des Experten ist es unwahrscheinlich, dass die Banken einen neuen „Einlagenwettlauf' um Kunden initiieren werden. Die Zinssätze könnten lediglich punktuell angepasst werden, und zwar nur im Falle schwerwiegender makroökonomischer Faktoren, die die Situation beeinflussen könnten.
Strategie zur Kapitalerhaltung
Spezialisten geben eine Reihe von Empfehlungen für diejenigen, die ihre Mittel auf einem Einlagenkonto anlegen möchten. Zunächst muss klar definiert werden, für welchen Zeitraum die Mittel definitiv nicht benötigt werden. Ebenso kritisch ist es, die angebotenen Zinssätze mit der prognostizierten Inflation zu vergleichen, um die reale Kaufkraft der Ersparnisse nicht zu verlieren.
Entscheidende Faktoren bei der Wahl einer Einlage bleiben die Berücksichtigung von Währungsrisiken und die sorgfältige Prüfung der Bedingungen für eine vorzeitige Vertragsauflösung. Der Experte rät davon ab, alle Mittel in ein einziges Instrument zu investieren, und empfiehlt stattdessen eine Diversifizierungsstrategie – die Ersparnisse sollten auf mehrere Einlagen mit unterschiedlichen Laufzeiten verteilt werden.
„Die beste Einlage ist vor allem eine optimale Kombination aus Zinssatz, Laufzeit, Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit', fasste Dmytro Zamotaev zusammen und betonte, dass ein hoher Zinssatz nicht das einzige Auswahlkriterium sein sollte.