Das Verteidigungsministerium der Ukraine hat harte Bedingungen für die bevorstehende Personalreform angekündigt: Der Offizierskorps wird bis Ende 2026 nicht vom Dienst entlassen. Der stellvertretende Verteidigungsminister Mykyta Banik betonte, dass die Offiziere das Fundament der Armee sind und ihr massenhafter Abzug nicht akzeptabel ist.

Offiziere – das Rückgrat der Armee

Bei einem Treffen mit Journalisten erklärte Mykyta Banik, dass die Rolle der Offiziere in der modernen Struktur der Streitkräfte der Ukraine von kritischer Bedeutung ist. Nach seinen Worten kann sich die Armee nicht erlauben, sie schnell nach Hause zu schicken, da das gesamte System der Führung und der Durchführung von Kampfaufgaben auf ihnen beruht.

„Offiziere sind das Wichtigste in der Armee. Und die Menschen, die Offiziere geworden sind, können wir uns definitiv nicht erlauben, alle schnell nach Hause zu schicken. Viel hängt von ihnen ab, und sie sind unsere Stütze', betonte der Beamte.

Banik wies auch darauf hin, dass der Dienst eines Offiziers sich vom Dienst des einfachen Soldaten unterscheidet. Während die Infanterie an der Front ist, tragen die Offiziere eine andere, höhere Verantwortung für Entscheidungen und die Führung von Einheiten.

Persönliches Beispiel und Vertragsdienst

Als persönliches Beispiel erzählte der stellvertretende Verteidigungsminister von seinen Plänen. Banik gab bekannt, dass er bis zur offiziellen Ankündigung der Demobilisierung persönlich einen Vertrag für 24 Monate unterzeichnen wird. Nach seinen Worten kann er erst in zwei Jahren auf eine Aussetzung oder Entlassung in den Ruhestand hoffen.

„Der Offiziersdienst bedeutet bereits ein anderes Maß an Verantwortung, ein anderes Maß an Aufgabenbewältigung', erläuterte er und legte den Schwerpunkt auf die Besonderheiten der Dienstpflichten der Kommandanten.

Wer bereits in diesem Jahr nach Hause geschickt wird

Trotz des Moratoriums für die Demobilisierung von Offizieren kündigte das Verteidigungsministerium den Beginn der Rotation für den einfachen Soldaten an. Ab Ende dieses Jahres werden einige Militärangehörige entlassen, die seit Beginn der umfassenden Invasion im Dienst stehen und erhebliche Zeit an Kampfstellungen verbracht haben.

Diese Maßnahme ist Teil einer umfassenden Reform, die Fragen der Zahlungen, der Rückkehr aus vorübergehend besetzten Gebieten und der Entlassungsbedingungen betrifft. Allerdings hat das Generalstab der Streitkräfte der Ukraine wiederholt gewarnt: Eine vollständige Demobilisierung ist unter den aktuellen Bedingungen nicht möglich und kann erst nach Beendigung des Krieges durchgeführt werden.