Ohrringe können den Gesamteindruck eines Outfits vollständig verändern, doch manchmal wirkt selbst das teuerste Schmuckstück fehl am Platz. Besonders deutlich wird das, wenn große oder lange Ohrringe mit Kleidung kombiniert werden, die bis zum Hals reicht. Die Plus-Size-Stylistin und UGC-Autorin Elena Schevtchenko (@purpur.stylist) erklärte in einem Beitrag für das Unterhaltungsprojekt „Styler“ („RBC-Ukraine“, styler.rbc.ua), wie man Ohrringe richtig mit hohen Kragen, Pullovern und Oberbekleidung kombiniert, damit das Schmuckstück das Outfit ergänzt und es nicht ruiniert.

Warum lange Ohrringe unter einem hohen Kragen „verschwinden“

Wenn ein Rollkragenpullover, ein Pullover mit hohem Kragen oder ein voluminöser Turtleneck getragen wird, sollte man lange „Kronleuchter“-Ohrringe besser für ein anderes Outfit aufheben. Der Grund ist einfach: Das Schmuckstück braucht Raum, um passend zu wirken und nicht zwischen den Stofffalten zu verschwinden. Massive Anhänger beginnen vor dem Hintergrund eines dicken Oberteils, mit der Kleidung um Aufmerksamkeit zu konkurrieren, und überladen den Halsbereich visuell, statt das Gesicht zu betonen.

Die Zwei-Finger-Regel: eine einfache Orientierung

Hier kann man sich an eine einfache Orientierungshilfe halten – die sogenannte Zwei-Finger-Regel. Zwischen dem unteren Rand des Ohrrings und dem Stoff der Kleidung sollte man idealerweise einige Zentimeter freien Raum lassen. Wenn das Schmuckstück ständig auf der Schulter liegt, den Kragen berührt oder am Pullover hängen bleibt, wirkt es fremd. Die Stylistin betont dabei: Die Regel muss nicht in jedem Outfit stur befolgt werden – sie ist eher eine praktische Orientierung, die schnell hilft zu verstehen, warum ein bestimmtes Schmuckstück plötzlich „nicht an seinem Platz“ wirkt.

Praxis geht vor Ästhetik

Ständiger Kontakt zwischen Schmuck und Kleidung ist auch aus praktischer Sicht keine gute Idee. Der Ohrring kann an Fäden hängen bleiben, empfindlichen Stoff beschädigen oder sich in den Haaren verfangen. Deshalb rät die Stylistin bei hohen Kragen zu kleinen Ohrringen, Steckerohrringen, dezenten Ringen oder kurzen Anhängern: Sie ergänzen das Outfit, konkurrieren nicht mit dem voluminösen Oberteil und verursachen im Laufe des Tages keine zusätzlichen Probleme.

Wann man mutiger sein darf: offener Oberteil

Wenn der Hals frei ist, darf man dagegen mutiger werden und lange hängende Ohrringe hervorholen. Sie wirken besonders gut mit Ausschnitten, Hemden mit offenem obersten Knopf, Kleidern mit freier Schulter oder einem schlichten Oberteil. In solchen Fällen erhält das Schmuckstück den nötigen „Raum“ und wird zum Hauptakzent, statt ein verlorenes Element zwischen dem Stoff zu sein.

Was man besser nicht tun sollte

Große Ohrringe unter Schal, Daunenjacke oder Mantel zu verstecken, ist eine zweifelhafte Entscheidung: Das Schmuckstück kann ständig am Stoff hängen bleiben, sich verformen, unter dem Kragen verschwinden und einfach unnötigen Umfang im Gesichtsbereich erzeugen. Deshalb gilt hier eine einfache Formel: Je mehr Stoff am Hals, desto dezenter sollten die Ohrringe sein – und umgekehrt: Ein offenes Oberteil gibt mehr Freiheit für große, auffällige und lange Schmuckstücke. Zuvor zeigte „Styler“ auf Basis der Ratschläge des ukrainischen Designers Andre Tan auch Schuhmodelle, die diesen Herbst im Trend liegen werden.