Das Tankstellenunternehmen OKKO setzt seine umfangreichen Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit seiner Infrastruktur angesichts der anhaltenden Kampfhandlungen fort. Stand Oktober 2026 wurden bereits an mehr als 75 Tankstellen des Netzes temporäre Schutzbauwerke errichtet, und bis Ende des laufenden Monats soll diese Zahl auf 120 Anlagen erhöht werden. Diese Maßnahmen werden ergriffen, um die Risiken für Personal und Kunden zu minimieren.
Technische Merkmale und Sicherheitsstandards
Die Installation von Schutzkonstruktionen ist ein systematischer Prozess, der schrittweise umgesetzt wird. Wie OKKO-Betriebsdirektorin Olena Woroschylo betont, hat die Sicherheit der Menschen für das Unternehmen oberste Priorität. Die temporären Bauwerke bestehen aus robustem Beton, wobei ihr Gesamtgewicht bis zu 40 Tonnen erreichen kann. Die Wandstärke beträgt 30 Zentimeter, und die Konstruktionen sind zusätzlich durch dreifache Kreuzarmierung und äußere Strebepfeiler verstärkt. Alle installierten Schutzelemente sind zertifiziert und entsprechen vollständig den geltenden Sicherheitsvorschriften.
Integration von Warnsystemen und umfassender Schutz
Zusätzlich zu physischen Betonbarrieren führt das Netzwerk fortschrittliche technologische Lösungen ein. Als erstes Unternehmen des ukrainischen Kraftstoff-Einzelhandels hat sich OKKO in das Einheitliche System zur operativen Gefahrenfrühwarnung integriert. Dies ermöglicht es, Alarmsignale schnell an die Tankstellen zu übermitteln, Arbeitsprozesse sofort zu stoppen und Mitarbeiter sowie Besucher in Sicherheit zu bringen. Parallel dazu werden an den Tankstellen Drohnenabwehrnetze, zusätzlicher Schutz für Zapfsäulen, Sandsack-Gabionen und spezielle Panzerfolie an den Fenstern montiert.
Ausmaß der Zerstörungen und Wiederherstellung der Infrastruktur
Der reibungslose Betrieb des Tankstellennetzes ist von entscheidender Bedeutung für die Versorgung der Verteidigungskräfte, der kritischen Infrastruktur, der Rettungsdienste, von Freiwilligen und der Bevölkerung mit Kraftstoff. Seit Beginn der umfassenden Invasion haben die Verluste des Unternehmens durch feindliche Angriffe 150 Millionen US-Dollar überschritten. In dieser Zeit wurden über 80 Tankstellen und mehr als 10 Öllager getroffen. Trotz schwerer Schäden haben über 90 % der beschädigten Anlagen dank schneller Reparaturen ihren Betrieb bereits wieder aufgenommen.