Der ukrainische Bildungs- und Wissenschaftsminister Oksen Lisowoi erklärte, dass die Nutzung von Bildungseinrichtungen zur Erlangung einer Aussetzung von der Mobilmachung erheblich zurückgegangen ist. Nach seinen Worten ist die Situation, in der das Lernen zu einer massiven Methode der Wehrdienstverweigerung wurde, der Vergangenheit angehört.

Vom Anstieg zur Kontrolle

Zu Beginn seiner Amtszeit wies der Minister auf einen starken Anstieg der Zahl von Studierenden über 25 Jahren in den Hochschulen hin. Später wurde ein ähnlicher Trend in Fachhochschulen und Promotionsstudiengängen festgestellt. Allerdings, so Lisowoi, ermöglichten die vom Staat ergriffenen Maßnahmen eine Stabilisierung der Lage.

„Wir haben eine Reihe von Maßnahmen ergriffen; eine derart kritische Situation gibt es heute nicht, eigentlich schon seit mehreren Jahren nicht“, betonte der Leiter des Ministeriums.

Kampf gegen Korruption und subversive Aktivitäten

Lisowoi bezeichnete die Organisation von Schemen zur Erlangung einer Aussetzung nicht nur als unehrliches Verhalten, sondern als eine Bedrohung der nationalen Sicherheit. Nach seiner Meinung untergraben solche Handlungen die Verteidigungsfähigkeit des Landes und stellen eine Form der Korruption dar.

„Das ist nicht nur Unredlichkeit – das ist subversive Tätigkeit, sie untergräbt die Verteidigungsfähigkeit des Landes, das ist Korruption in ihrer schlimmsten Form“, erklärte der Minister.

Überwachung und Verantwortung

Die zuständigen Behörden überwachen weiterhin die Situation in den Bildungseinrichtungen. Bei Verdacht auf verdächtige Trends oder Anomalien werden Strafverfolgungsbehörden zu Überprüfungen hinzugezogen. Lisowoi betonte, dass die Organisatoren solcher Schemen für ihre Handlungen zur Verantwortung gezogen werden müssen.

Ausgleich zwischen dem Recht auf Bildung und der Wehrpflicht

Gleichzeitig hob der Minister die Wichtigkeit eines Gleichgewichts zwischen dem Recht der Jugend auf Bildung und der Notwendigkeit der Verhinderung von Missbrauch der Aussetzung hervor. Der Staat strebt danach, den Zugang zu Wissen zu gewährleisten, gleichzeitig aber die Nutzung des Bildungssystems als Instrument zur Verweigerung der Wehrpflicht zu verhindern.