Die ukrainische Schauspielerin Olena Kravets, bekannt für ihre langjährigen Verbindungen zur Familie des Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, hat zum ersten Mal offen darüber gesprochen, wie sich ihre Beziehungen verändert haben. In einem kürzlich erschienenen Interview gab sie zu, dass die jahrelange Freundschaft allmählich der Vergangenheit angehört und durch ein erzwungenes Schweigen ersetzt wurde.
Sicherheit geht vor Freundschaft
Kravets betonte, dass sie seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrer Patin, der First Lady Olena Selenska, pflegt. Der Grund für das Ende des Kontakts war kein Streit, sondern strenge Sicherheitsmaßnahmen, die unter Kriegsbedingungen notwendig sind. Die Schauspielerin gab zu, dass ihr der Austausch fehlt, aber sie versteht, warum sie keine Telefonnummer ihrer Freundin hat: „Das machen alle, es ist eine Frage der Sicherheit“.
Zwei verschiedene Welten
Auch die Beziehungen zu Wolodymyr Selenskyj haben sich verändert. Kravets nannte ihn eine bedeutende Figur in ihrem Leben und drückte ihre Dankbarkeit für vieles aus, merkte jedoch an, dass sie sich nach Beginn seiner politischen Karriere nur noch sehr selten gesehen haben – nur ein paar Mal vor der Pandemie. Jetzt befinden sie sich an „verschiedenen Polen“.
Manchmal sendet die Schauspielerin dem Präsidenten Glückwünsche oder Worte der Unterstützung, aber Antworten kommen selten. Manchmal antwortet er mit „Danke“, manchmal bleiben die Nachrichten ungelesen. Kravets gab zu, dass sie ihm kurz nach seiner Wahl schrieb: „Ich mache mir große Sorgen um dich. Ich sehe alles, aber ich möchte deinen Geist nicht ablenken, weil ich weiß, wie viele Nachrichten du erhältst“.
Eine Kreuzung auf dem Weg
Das letzte Treffen mit der First Lady fand während eines Podcasts statt, den die Tochter von Kravets, Masha, moderierte. Dann umarmten sie sich schnell und sprachen über Eltern und Kinder. Doch selbst solche Treffen sind jetzt selten geworden.
Olena Kravets verschweigt nicht, dass es für sie schwer ist, Freunde loszulassen, aber das Leben diktiert seine eigenen Regeln. „Manchmal kommt so ein Moment: zuerst ist der Weg gemeinsam, und dann – plopp – eine Kreuzung“, fasste die Schauspielerin philosophisch zusammen.