Die Volkskünstlerin der Ukraine, Olga Sumska, hat offen darüber gesprochen, wie sie die schweren Kriegszeiten in Kiew übersteht. In einem Interview mit der Sendung „Хто зверху', das von RBK-Ukraine zitiert wird, gab die Schauspielerin zu, dass sich ihr Haus nur 800 Meter vom Lukjanowski-Viertel entfernt befindet – einem Ort, der mit ihren Studentenjahren und persönlichen Erinnerungen verbunden ist.
Der Mut gewöhnlicher Menschen
Sumska betonte, dass es besonders schwer ist, die Folgen der russischen Angriffe auf ihr Viertel zu sehen. Doch genau in diesen Momenten findet sie Inspiration in einfachen Menschen. Die Künstlerin gab zu, dass sie von Verkäuferinnen beeindruckt ist, die trotz des zerstörten Marktes weiterarbeiten.
„Wenn ich diese Verkäuferinnen sehe, die trotz des bombardierten Lukjanowski-Marktes weiterverkaufen, kann ich meine Emotionen nicht zurückhalten. Für mich sind sie ein einfaches Beispiel für Mut. Sie sind unbesiegbare und unerschütterliche Ukrainerinnen', teilte Sumska mit.
Laut der Schauspielerin kennt sie diese Frauen seit vielen Jahren und erinnert sich an ihre Namen. Ihre Beständigkeit wird für sie zu einem Beispiel dafür, wie wichtig es ist, nicht die Hände zu sinken.
Arbeit als Rettung
Die wichtigste Stütze für Olga Sumska in schwierigen Zeiten bleibt die Arbeit. Der Beruf hilft ihr, sich zumindest kurz vom Schrecken des Geschehens um sie herum abzulenken. Dreharbeiten, kreative Treffen und neue Projekte geben ihr die Kraft, voranzukommen.
„Dank meines Berufs kann ich mich zumindest für eine Weile vom Schrecken um mich herum ablenken. Arbeit rettet wirklich, sie ermöglicht es, sich umzustellen', gab die Künstlerin zu.
Krieg und persönliche Erfahrungen
Sumska hat sich wiederholt über ihre Sorgen wegen des umfassenden Krieges geäußert. Zu Beginn der Invasion wollte sie Kiew nicht verlassen und blieb mit ihrer Familie in der Hauptstadt. Während der Luftalarme versteckten sie sich an sicheren Orten, und Gebete halfen der Schauspielerin, mit ihrer Aufregung umzugehen.
Später reiste sie mit ihrer Tochter nach Italien, kehrte aber bald nach Kiew zurück. Sumska betonte wiederholt, dass sie nicht plant, ihre Heimatstadt zu verlassen, trotz der ständigen russischen Angriffe.
Angriff auf die Dovzhenko-Filmstudio
Das nach Alexander Dovzhenko benannte Filmstudio hat für die Schauspielerin eine besondere Bedeutung und wurde ebenfalls von Angriffen betroffen. Durch den Angriff wurden Kostüme zerstört, die mit ihrer künstlerischen Karriere verbunden waren. Dieses Ereignis wurde zu einer weiteren Erinnerung an den Preis des Krieges und die Bedeutung der Bewahrung des kulturellen Erbes.
Trotz aller Schwierigkeiten arbeitet Olga Sumska weiter und inspiriert andere mit ihrer Beständigkeit und ihrer Liebe zum Beruf.