Der griechische Verein Olympiakos hat seine Zusammenarbeit mit Cheftrainer José Luis Mendilibar überraschend beendet. Dies berichtet Sport RBC.UA unter Berufung auf die offizielle Website des Klubs. Der spanische Trainer verlässt das Team nach einer der erfolgreichsten Phasen in seiner Geschichte, wobei die Vereinsführung die konkreten Gründe für die Entscheidung nicht offenlegte. Bemerkenswert ist, dass Mendilibars Vertrag bis zum Sommer 2027 lief, was seinen Abgang für Fans und Experten noch überraschender macht.

Die Ära Mendilibar: Der erste Europapokal in der Geschichte Griechenlands

Der Spaner übernahm Olympiakos im Februar 2024 und verwandelte das Team in relativ kurzer Zeit in einen der Hauptfavoriten des griechischen Fußballs. Unter seiner Führung gewann der Verein die Meisterschaft, den Pokal und den Supercup Griechenlands und vollendete damit den kompletten inländischen Hattrick. Der größte Erfolg war jedoch der Triumph in der Conference League der Saison 2023/24: Olympiakos gewann erstmals in seiner Geschichte einen Europapokal und wurde zum ersten griechischen Verein, dem es gelang, einen europäischen Titel zu erringen. Genau dieser Erfolg wurde zur Visitenkarte der Mendilibar-Ära und ist vermutlich der Hauptgrund dafür, dass sein Weggang als Sensation wahrgenommen wird.

Saisonstart und Europapokalweg

In der neuen Saison startete das Team auf nationaler Ebene erfolgreich und holte in den ersten beiden Runden der griechischen Meisterschaft zwei Siege. Auf internationaler Ebene gelang es Olympiakos jedoch nicht, die Gruppenphase der Champions League zu erreichen: In der Qualifikation unterlag der griechische Verein dem NEC Nijmegen. In der Folge wird Olympiakos in der neuen Europapokalsaison in der Gruppenphase der Europa League spielen, was für einen Verein dieser Größenordnung nach dem Triumph in der Conference League im Vorjahr als Rückschritt gilt.

Jaremtschuk: Chance nach der Streichung aus dem Kader

Der Trainerwechsel kann direkte Auswirkungen auf den ukrainischen Stürmer Roman Jaremtschuk haben, der seit Sommer 2024 für Olympiakos spielt. Unter Mendilibar gelang es dem Ukrainer nicht, sich als Stammspieler durchzusetzen: Die Hauptrolle in der Offensive übernahm lange Zeit der Marokkaner Ayoub El-Kaabi, während Jaremtschuk vor allem von der Bank kam. In diesem Zeitraum bestritt er 49 Spiele in allen Wettbewerben, erzielte 14 Tore und gab fünf Torvorlagen. Nach seiner Rückkehr von der Leihe beim Olympique Lyon wurde die Situation für den 30-jährigen Ukrainer noch schwieriger – Mendilibar nahm ihn nicht in den Kader für die Europa League auf. Jetzt, nach dem Trainerwechsel, könnte Jaremtschuk potenziell eine neue Chance bekommen, sich zu beweisen, wie erwartet jedoch nur in den nationalen Wettbewerben.

Widersprüchliche Angaben

Bei der Abgleichung mit zusätzlichen Quellen ergibt sich eine Unstimmigkeit im Europapokalweg des Klubs. Im Haupttext wird angegeben, dass Olympiakos in der aktuellen Saison nach der Niederlage gegen Nijmegen in der Champions-League-Qualifikation in der Europa League spielen wird. Gleichzeitig dokumentieren mehrere Publikationen Kommentare von Mendilibar nach Champions-League-Spielen gegen Bayer und Real. Eine plausible Erklärung für diesen Unterschied liegt in der Chronologie: Die Erwähnungen der Spiele gegen Bayer und Real beziehen sich auf den vorherigen Champions-League-Wettbewerb, während der griechische Verein in der aktuellen Saison in der Europa League antritt. Es handelt sich also nicht um einen Widerspruch in den Fakten, sondern um einen Unterschied der Saisons, was bei der Interpretation von Nachrichten über den aktuellen Status des Teams zu berücksichtigen ist.

Es ist auch anzumerken, dass in der aktuellen Fußballagenda parallel ein anderes ukrainisches Thema eine Rolle spielt: Zuvor wurde berichtet, dass Mychajlo Mudryk bei Tottenham eine Verletzung erlitten hat und Länderspiele verpassen könnte. Die Gesamtheit dieser Ereignisse unterstreicht, dass sich die aktuelle Phase für ukrainische Legionäre in Europa zwiespältig gestaltet – von überraschenden personellen Umstellungen in den Vereinen bis hin zu Gesundheitsproblemen bei Spielern der Nationalmannschaft.