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title: "Ombudsman erklärt, warum Binnenvertriebenen Leistungen verweigert werden und wann die Hilfe eingestellt werden kann"
description: "Ombudsman Dmitro Lubinez erklärte, unter welchen Bedingungen Vertriebene staatliche Leistungen verlieren können: Überschreitung der Einkommensgrenze, Großkäufe oder Bankeinlagen. Formale Kriterienkonformität ist kein Ablehnungsgrund."
date: 2026-11-07T06:06:07.327Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/ombudsman-binnenvertriebene-leistungen-ablehnung
tags: [idp-aid, ukraine, ombudsman, social-benefits, vpo-law]
author: "Andrej Kosynko"
publisher: "XAB.info"
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# Ombudsman erklärt, warum Binnenvertriebenen Leistungen verweigert werden und wann die Hilfe eingestellt werden kann

![Weibliche Fachkraft prüft Dokumente einer Bürgerin während einer Beratung im Büro](https://xab.info/media/2026/11/07/ombudsman-vpo-vyp-otkaz/ombudsman-vpo-vyp-otkaz-1.webp)

## Kernpunkte

- Vertriebene können bei Überschreitung der Einkommensgrenze, Bankeinlagen oder Großkäufen ihre Unterstützung verlieren
- Das monatliche Gesamteinkommen pro Familienmitglied darf 10.380 hrywnja nicht überschreiten; für vulnerable Gruppen laufen die Zahlungen unabhängig vom Einkommen weiter
- Formelle Kriterienkonformität ist kein Ablehnungsgrund — Entscheidungen müssen auf verifizierten Daten und den Dokumenten der Person beruhen
- Am 22. Oktober trat ein neues Binnenvertriebenen-Gesetz in Kraft; ab 2027 könnten die Zahlungen erhöht werden

Dmitro Lubinez, der Beauftragte der Werchowna Rada für Menschenrechte, hat die Hauptgründe dargelegt, warum Binnenvertriebene (IDP) ihren Anspruch auf staatliche Unterstützung verlieren können. Seinen Angaben zufolge sind die entscheidenden Faktoren das Überschreiten des gesamten Familieneinkommenslimits, das Vorhandensein größerer Ersparnisse auf Konten oder das Tätigen bedeutender Anschaffungen. Gleichzeitig betonte der Ombudsman, dass die prüfenden Behörden verpflichtet sind, die konkreten Umstände jeder Familie zu berücksichtigen, anstatt sich auf formelle Kennzahlen zu beschränken. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Berufung auf Lubinez.

### Einkommensgrenze und Ausnahmen für vulnerable Kategorien

Für einen großen Teil der Vertriebenen hängt das Recht auf Unterstützung direkt vom Einkommensniveau der Familie ab. Gemäß der Erklärung des Ombudsmans darf das durchschnittliche monatliche Gesamteinkommen pro Familienmitglied 10.380 hrywnja nicht übersteigen. Genau dieser Wert dient als Richtwert bei der Bedürftigkeitsprüfung. Gleichzeitig wies Lubinez darauf hin, dass die Zahlungen für bestimmte vulnerable Kategorien von Vertriebenen unabhängig vom Einkommen fortgesetzt werden können — das Gesetz sieht solche Ausnahmen vor, damit die am stärksten geschützten Gruppen nicht ohne Unterstützung bleiben.

### Was staatliche Behörden genau überprüfen

Bei der Prüfung des Leistungsanspruchs berücksichtigen die Behörden nicht nur das Einkommen, sondern auch die Vermögenssituation der Familie, einschließlich des Vorhandenseins von Einlagen und größeren Anschaffungen, sowie die individuellen Umstände des jeweiligen Haushalts. Dieser Ansatz soll es konzeptuell ermöglichen, zwischen wirklich Bedürftigen und jenen zu unterscheiden, deren finanzielle Lage den Kriterien für staatliche Unterstützung nicht mehr entspricht. Der Ombudsman betont, dass die Bewertung umfassend sein muss und sich nicht auf einen einzigen numerischen Indikator reduzieren darf.

### Formelle Kriterienkonformität ist kein Ablehnungsgrund

Einen wichtigen Schwerpunkt setzte Lubinez darauf, dass die formelle Überschreitung der Grenze oder das Vorhandensein von Ersparnissen für sich genommen noch keinen rechtlichen Grund für eine Ablehnung oder Einstellung der Zahlungen darstellt. Die Daten in staatlichen Registern können seinen Angaben zufolge unvollständig sein oder Fehler enthalten. Daher muss eine Entscheidung über die Ablehnung oder Einstellung der Hilfe auf verifizierten Daten, gesetzlich vorgesehenen Ausnahmen sowie auf den vom Bürger selbst vorgelegten Dokumenten beruhen. Im Wesentlichen ist dies eine verfahrensrechtliche Anforderung: Eine Ablehnung muss begründet und belegt sein, statt automatisch zu erfolgen.

### Neues Gesetz über Binnenvertriebene und mögliche Änderungen ab 2027

Die Regeln für Vertriebene haben sich in letzter Zeit stark verändert. Am 22. Oktober trat ein neues Gesetz über Binnenvertriebene in Kraft, das das Registrierungsverfahren für Vertriebene und die Ansätze zu deren Unterstützung aktualisierte; zuvor hatte RBC-Ukraine ebenfalls erläutert, in welchen Fällen der Status als Binnenvertriebener automatisch aberkannt werden kann. Unabhängig davon verwies der Ombudsman auf die Aussicht auf steigende Hilfe: Ab 2027 könnten die Zahlungen für Vertriebene erhöht werden — der Haushaltsausschuss des Parlaments hat eine entsprechende Regierungsanweisung zur Ausarbeitung höherer Zahlungen unterstützt. Somit befindet sich das Unterstützungssystem im Umbruch, und für die Bürger ist es wichtig, die aktuellen Kriterien und Dokumente im Auge zu behalten, um ihr Recht auf Hilfe fundiert verteidigen zu können.

## Faktencheck und Quellen

- [Почему переселенцам отказывают в выплатах? Омбудсмен перечислил основные основания](https://www.rbc.ua/ukr/news/chomu-pereselentsyam-vidmovlyayut-viplatah-1794026471.html) - Primärquelle: Zitate von Ombudsman Lubinez bezüglich der Einkommensgrenze von 10.380 UAH, Ausnahmen für vulnerable Gruppen, der Notwendigkeit verifizierter Daten, des neuen Binnenvertriebenen-Gesetzes vom 22. Oktober und möglicher Zahlungserhöhungen ab 2027.

## Häufige Fragen

### Welche Einkommensgrenze entzieht einem Vertriebenen das Recht auf Unterstützung?

Das durchschnittliche monatliche Gesamteinkommen pro Familienmitglied darf 10.380 hrywnja nicht überschreiten. Für bestimmte vulnerable Kategorien werden die Zahlungen unabhängig vom Einkommen fortgesetzt.

### Kann eine Bankeinlage oder ein Großkauf zur Einstellung der Zahlungen führen?

Ja, Ersparnisse in Form von Einlagen oder größeren Anschaffungen werden bei der Prüfung berücksichtigt. Die formelle Kriterienkonformität an sich ist jedoch kein Ablehnungsgrund — die Entscheidung muss auf verifizierten Daten, gesetzlichen Ausnahmen und den Dokumenten der Person selbst beruhen.

### Werden sich die Regeln zur Unterstützung von Vertriebenen in Zukunft ändern?

Am 22. Oktober trat ein neues Gesetz über Binnenvertriebene in Kraft, das Registrierung und Unterstützung aktualisierte. Ab 2027 könnten die Zahlungen erhöht werden, da der parlamentarische Haushaltsausschuss eine Regierungsanweisung zu deren Erhöhung unterstützt hat.