Seit Beginn der russischen Aggression im Jahr 2014 sind rund 8,5 Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. Nach dem Beginn der umfassenden Invasion im Jahr 2022 verließen weitere 5,7 Millionen Bürger das Land. Diese massiven Zahlen wurden vom Bevollmächtigten der Werchowna Rada für Menschenrechte, Dmytro Lubynez, genannt, der dies als globale Herausforderung bezeichnete, die koordinierte Maßnahmen auf internationaler Ebene erfordert.

Der Status des vorübergehenden Schutzes als Priorität

Meinung des Ombudsmans zufolge muss der Status des vorübergehenden Schutzes eines der wichtigsten Instrumente zum Schutz der im Ausland befindlichen Ukrainer bleiben. Lubynez ist überzeugt, dass dieser Mechanismus bis zur vollständigen Beendigung der aktiven Kampfhandlungen auf dem Gebiet der Ukraine in Kraft bleiben muss. Besonderes Augenmerk sollte, wie er sagte, auf verwundbare Bevölkerungsgruppen gelegt werden, die maximale Unterstützung benötigen.

Zur Umsetzung dieser Aufgaben entwickelt das Büro des Ombudsmans aktiv ein Netzwerk von Vertretern und Beratern in verschiedenen Ländern. Ihre Hauptaufgabe ist die Beratung von Ukrainern und die Unterstützung bei der Durchsetzung ihrer Rechte in einer fremden Rechtsordnung.

Das Problem der Kindesentziehung

Eine separate Gruppe von Problemen, die eine sofortige Reaktion erfordert, betrifft die Rechte von Kindern. Dmytro Lubynez wies auf Fälle hin, in denen ausländische Jugendämter ukrainische Kinder von ihren Eltern trennen. Als Beispiel führte er die Situation in Italien an, wo ein Kind einer Familie entzogen und in die Obhut von Ausländern gegeben wurde.

Der Ombudsmann betonte, dass das internationale humanitäre Recht die Adoption von Kindern aus Ländern, in denen Kampfhandlungen stattfinden, ausdrücklich verbietet. Er forderte internationale Partner auf, solche Fälle genau zu beobachten und Verstöße gegen die Rechte ukrainischer Familien zu verhindern.

Bedingungen für die Rückkehr nach Hause

Die Frage der Rückkehr von Millionen von Ukrainern bleibt eines der drängendsten Probleme. Lubynez stellte fest, dass Appelle allein dafür nicht ausreichen. Nach seinen Worten sollten verlässliche internationale Sicherheitsgarantien die Grundlage der Rückführungspolitik bilden.

Zusätzlich ist eine separate internationale Initiative zur Wohnungsversorgung erforderlich. Ohne die Erfüllung dieser Bedingungen wird die massenhafte Rückkehr der Bürger in die Ukraine extrem erschwert sein. Der Staat muss gemeinsam mit internationalen Partnern sichere und würdige Bedingungen schaffen, damit die Menschen in ihre Häuser zurückkehren können.