Die Verteidigungskräfte der Ukraine konnten einen massiven Schlag gegen die Logistik und die Technik des Gegners im tiefen Hinterland landen. Im Rahmen der beiden Phasen der Spezialoperation «Achan» wurden 1180 russische Ziele getroffen. Dies teilte der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow mit und betonte, dass die Maßnahmen darauf abzielten, das offensive Potenzial des Feindes asymmetrisch zu schwächen.

Erste Phase: Stoppen des mechanisierten Vormarsches

Die Initiative für die Durchführung der Operation ging vom Präsidenten aus und wurde vom Generalstab genehmigt, wobei im vergangenen Jahr zusätzliche Finanzierung bereitgestellt wurde. Die Verteidigungskräfte nutzten speziell entwickelte Drohnen, Aufklärungsdaten und einen detailliert ausgearbeiteten Angriffsplan.

Die erste Phase der Operation dauerte nur drei Tage. In dieser Zeit trafen ukrainische Streitkräfte 949 Ziele. Die Effektivität des Schlages war so hoch, dass die russischen Truppen gezwungen waren, einen erheblichen Teil ihrer Technik von der Frontlinie zurückzuziehen. Laut dem Verteidigungsministerium benötigte der Gegner Monate, um seine Verluste zu ersetzen, und es gelang, seinen mechanisierten Vormarsch für etwa sechs Monate zu stoppen.

Zweite Phase: Schlag gegen die Artillerie

Vor einigen Wochen wiederholten die Verteidigungskräfte die Operation und verlagerten den Fokus auf die russische Artillerie, die weiterhin eine der größten Bedrohungen für ukrainische Einheiten auf dem Schlachtfeld darstellt. Für die zweite Phase wurde eine neue, spezialisierte Munition entwickelt, die speziell für die Bekämpfung von Artilleriesystemen bestimmt ist.

Auch die Ergebnisse der zweiten Phase waren erheblich: Es wurden 231 Ziele getroffen, von denen 171 Objekte vollständig zerstört wurden.

Strategische Bedeutung und Teilnehmer der Operation

Insgesamt trafen ukrainische Streitkräfte im Rahmen der beiden Phasen der Operation «Achan» 1180 feindliche Ziele. Mychajlo Fedorow betonte, dass solche Operationen nicht nur in Bezug auf die Anzahl der zerstörten Technik von Bedeutung sind. «Dies sind vereitelte Pläne des Feindes, weniger Möglichkeiten für seinen Vormarsch und mehr Chancen, das Leben unserer Soldaten zu retten», unterstrich der Minister.

An der Durchführung der Spezialoperation waren Eliteeinheiten der Verteidigungskräfte beteiligt, darunter das separate Spezialeinsatzbataillon «Lasar's Group» der Nationalgarde und die 412. separate Brigade für unbemannte Systeme NEMESIS.

Einschätzung der Lage durch das Kommando der Streitkräfte der Ukraine

Trotz der Erfolge im Rahmen der Operation «Achan» mahnt der Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, Oleksandr Syrskyj, zur Vorsicht bei den Einschätzungen. Nach seinen Worten zerstören die Verteidigungskräfte stabil russische Technik, zerstören die Logistik und führen Angriffe auf die kritische Infrastruktur des Gegners durch.

Allerdings erklärte Syrskyj, dass es noch zu früh sei, von einem Wendepunkt im Krieg zu sprechen. Russland behält ein erhebliches offensives Potenzial bei, setzt auf den Aufbau der Truppenstärke und die Produktion von Waffensystemen fort und bereitet sich auf mögliche Angriffe an neuen Frontabschnitten vor.