Ukrainische maritime unbemannte Systeme führten eine großangelegte Operation in den Gewässern des Schwarzen und Asowschen Meeres durch und versetzten der russischen Logistikinfrastruktur einen vernichtenden Schlag. Die Kräfte der unbemannten Systeme (СБС) der Ukraine bestätigten offiziell die Vernichtung von 159 Einheiten des sogenannten „Schattenflotts“ im Zeitraum vom 6. bis 17. Juli. Diese Kampagne, die den Codenamen „MOLOTSCHKKA“ erhielt, demonstriert beispiellose Maßstäbe asymmetrischer Kriegsführung auf See.

Massiver Schlag gegen die Logistik

Der Höhepunkt der Operation war der 17. Juli, an dem ukrainische unbemannte Boote der „Vögel der СБС“ innerhalb eines einzigen Tages 12 Schiffe im Schwarzen Meer trafen. Dies meldete der Befehlshaber der Kräfte der unbemannten Systeme der Ukraine „Madjar“. Insgesamt stieg die Anzahl der zerstörten Schiffe während der 12-tägigen aktiven Phase der Operation auf 159 Einheiten an.

Die Statistik der Treffer verteilt sich wie folgt:

  • Asowsches Meer: 117 getroffene Schiffe.
  • Schwarzes Meer: 42 getroffene Schiffe.

Das Ziel der Operation, wie vom Kommando der СБС verkündet, war die vollständige Lähmung der Lieferketten. Russland nutzt diese Schiffe zum Transport von Öl, Kraftstoff und anderen Gütern, um internationale Sanktionsbeschränkungen zu umgehen.

Taktik der „sicheren“ Zerstörung

Ein Merkmal der Taktik der ukrainischen Drohnen ist die Präzision der Schläge. Laut Vertretern der СБС wird jedes getroffene Schiff zu einer unbeweglichen Barge, die ihre Fähigkeit zur eigenständigen Bewegung verliert. Dabei vermeiden die Operatoren absichtlich die Entstehung großer Löcher in den Tanks.

Dieser Ansatz wird von ökologischen Erwägungen diktiert: Die Aufgabe besteht darin, den „Schatten“-Flott bewegungsunfähig zu machen, ohne Ölaustritte und die Verschmutzung der Meeresgewässer zu riskieren. Dies ermöglicht es, dem Gegner wirtschaftlichen Schaden zuzufügen, während die Risiken für die Umwelt minimiert werden.

Kontext der Eskalation

Die Angriffe auf die Seeverbindungen erfolgen vor dem Hintergrund eines verstärkten Drucks auf die russische Infrastruktur in der Krim. Zuvor hatten Drohnen Keratsch angegriffen, wo infolge der Schläge Eisenbahninfrastruktur in Flammen aufging. Der Angriff begann spät am Abend und dauerte bis zum Morgen an, was die Fähigkeit der СБС unter Beweis stellte, auch nachts Kampfhandlungen zu führen.

Parallel zu den militärischen Aktionen auf See verstärkt die internationale Gemeinschaft den Sanktionsdruck. Der US-Senator Lindsey Graham unterstützte ein neues hartes Sanktionspaket gegen Russland, das darauf abzielt, dem Kreml endgültig die Möglichkeiten zu nehmen, Beschränkungen über Vermittler und Schattenkonstrukte zu umgehen.